Komodowaran attackiert Menschen

In Indonesien hat eine Echse zwei Angestellte eines Nationalparks gebissen. Die Opfer mussten ins Spital eingeliefert werden. Noch ist unklar, ob die Bisse des Tieres giftig waren.

Zwei Menschen sind in Indonesien von einem Komodowaran angegriffen worden. Die zwei Meter lange drachenähnliche Echse drang in den Ticket-Schalter am Eingang eines Nationalparks ein und biss zu.

Komodowaran an einem Sandstrand - leicht seitliche Ansicht.

Bildlegende: Komodowarane werden 30 Jahre alt und 70 Kilo schwer. Ihre Population wird auf weltweit nur noch 3000 Tiere geschätzt. Keystone

Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben des Komodo-Nationalparks auf der Insel Rinca. Der Ticket-Verkäufer, der bereits vor vier Jahren von einem Waran angegriffen worden war, sei in Panik auf einen Stuhl geklettert. Das Reptil habe ihn jedoch ins Bein gebissen.

Giftiger Biss führt zu Lähmungen

Ein zweiter Park-Ranger, der dem Mann zu Hilfe eilte, erlitt ebenfalls einen Biss ins Bein. Die beiden Opfer wurden ins Spital eingeliefert. Aus Sorge vor einer Vergiftung stünden sie unter Beobachtung, hiess es. Komodowarane sondern beim Biss ein Sekret ab, das Lähmungen, Krämpfe und einen Schock auslösen kann.

Die Komodowarane sind auf den indonesischen Kleinen Sunda-Inseln zu Hause. Sie gelten als gefährdete Tierart. Die Echsen können bis zu drei Meter lang werden und fressen grosse Säugetiere, Reptilien und Vögel.