März-Wetter: Auch die Sonne will nichts vom Frühling wissen

Am Wochenende geht der März zu Ende. Der kälteste seit 26 Jahren. Und der graueste. Die Sonne liess sich je nach Region nur halb so oft sehen wie durchschnittlich andere Jahre. Der bevorstehende Wechsel zur Sommerzeit klingt da fast wie Hohn.

Blick an einen winterlichen Bergkamm. Düstere, schwarzgraue Wolken türmen sich über den Gipfeln.

Bildlegende: Im Vergleich zu anderen Jahren blieb es im März 2013 auch in den Bergen weitgehend grau. Keystone / archiv

Das anhaltende Winterwetter wird langsam zum nationalen Ärgernis. Am Sonntag ist Ostern und europaweit werden die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt. Etwas, das bei den herrschenden Wetterbedingungen etwas euphemistisch anmutet.

Bis jetzt war der Monat März im ganzen Land 2 bis 2,5 Grad zu kalt. Im Vergleich zum Vorjahr rund 5, im Tessin sogar 6 Grad kälter. Ganz speziell war die Kältewelle 2013 in der letzten Märzwoche. Verbreitet gab es in der Ostschweiz Eistage, also Tage mit ganztags negativen Temperaturen.

Grau, oben wie unten

Am Dienstag lag der Tageshöchstwert in St. Gallen bei -3,8 Grad. Ein Wert wie letztmals im Jahre 1962. In Basel-Binningen schrammte man am Dienstag mit 0,1 Grad haarscharf an einem Eistag vorbei. Auch das gab es seit mehr als 50 Jahren nie mehr.

Grimmige Kälte ist das eine, permanentes Grau das andere. In Basel gab es bis jetzt nicht einmal die Hälfte der im März üblichen Sonnenstunden.

Sehr speziell im März: Es gab kein Entrinnen! Auch in der Höhe war es grau, und selbst in der Sonnenstube der Schweiz machte sich die Sonne rar. Am Lago Maggiore fehlen rund 40 Stunden Sonnenschein im Vergleich zum langjährigen Mittel.

Video «Kein Frühlingserwachen» abspielen

Kein Frühlingserwachen

2:03 min, aus Schweiz aktuell vom 26.3.2013