Möchtegern-Astronautin ist keine Hochstaplerin

Die Astrophysikerin Barbara Burtscher hat vor Bundesgericht Recht bekommen. Es bestätigte ein Urteil wegen übler Nachrede.

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Barbara Burtscher

14 min, aus Aeschbacher vom 17.6.2010

Vor einigen Jahren war Barbara Burtscher (damals 24-jährig) auf allen Kanälen und in allen Zeitungen präsent. Die Lehrerin und Astrophysikerin wurde von den Medien gefeiert. Sie sei auf dem besten Weg Astronautin zu werden, sie arbeite für die Nasa, hiess es.

Wenige Monate später tönte es allerdings ganz anders: «Möchtegern-Astronautin» oder «eingebildete Astronautin», lauteten nun die Zeitungstitel. Der «Tages-Anzeiger» bezeichnete Burtscher gar als «Hochstaplerin». Zu Unrecht. Das sei üble Nachrede, hat nun das Bundesgericht entschieden und ein Urteil des Obergerichts bestätigt.

Die Astrophysikerin habe nach dem anfänglichen Medienhype um ihre Person mehrmals darauf hingewiesen, dass sie keine angehende Nasa-Astronautin sei und lediglich Astronautentrainings auf privater Basis absolviere.

Auf Schlagzeilen habe Barbara Burtscher keinen Einfluss gehabt, schreibt das Bundesgericht. Man könne ihr allenfalls vorwerfen, dass sie nicht deutlich genug klargestellt habe, keine angehende Astronautin zu sein.