Später Nachwuchs Mütter in der Schweiz zählen zu den ältesten in Europa

Von wegen: Jung gefreit, hat nie gereut. Nur Italienerinnen lassen sich mit der Geburt ihres ersten Kindes mehr Zeit.

Frauen in der Schweiz werden immer später Mutter: 2015 waren Mütter bei der Erstgeburt durchschnittlich 30,7 Jahre alt. Eine Erhebung von Eurostat zeigt: Die Schweiz liegt damit gleichauf mit Spanien an zweiter Stelle. Die Italienerinnen kommen auf 30,8 Jahre.

So schneiden die Länder ab Das Alter der europäischen Frauen bei der Geburt des ersten Kindes.

Später Nachwuchs ist kein neues Phänomen. Seit Beginn der 1970er-Jahre ist der Anteil der jungen Mütter in der Schweiz rückläufig. Entfielen damals noch ein Drittel aller Geburten auf Frauen unter 25, so waren es 2015 nur noch gut 7 Prozent. Umgekehrt hat sich der Anteil der 35-jährigen oder älteren Mütter im gleichen Zeitraum fast verdreifacht, auf über 30 Prozent.

Bei Anzahl Kinder liegt Schweiz im Mittelfeld

Bei der Geburtenziffer klassierte sich die Schweiz 2015 mit 1,5 Kindern pro Frau im europäischen Mittelfeld. Von den EU-Ländern erreichten mit knapp zwei Geburten pro Frau nur Frankreich und Irland jenen Wert, der in den Industrieländern erforderlich ist, damit die Bevölkerungsgrösse ohne Migration konstant bleibt (2,1).