Nach Fehlurteilen: 40 Millionen Dollar für «Central Park Five»

Die Vergewaltigung einer Joggerin und der Prozess gegen die angeblich Schuldigen erschütterten vor einem Vierteljahrhundert die USA. Erst 2003 wurden die Verurteilten frei gesprochen. Nun sollen sie eine Millionenentschädigung erhalten.

Drei der «Central Park Five» im Jahr 2013: Raymond Santana (li), Kevin Richardson (2.v.l.) und Yusef Salaam (re)

Bildlegende: Drei der «Central Park Five» im Jahr 2013: Raymond Santana (li), Kevin Richardson (2.v.l.) und Yusef Salaam (re) Reuters

Nach einer brutalen Vergewaltigung im New Yorker Central Park sassen fünf Männer zu Unrecht zum Teil mehrere Jahre in Haft. Jetzt, 25 Jahre nach dem aufsehenerregenden Vorfall wurde den Männern eine Entschädigung von zusammen mehr als 40 Millionen Dollar zugesprochen.

Die fünf waren zum Zeitpunkt der Tat zwischen 14 und 16 Jahren alt. 2003 wurde ihre Unschuld endgültig bewiesen. Die nun gezahlte Summe gehört laut Medienberichten zu den höchsten, die in den USA je an Justizopfer gezahlt wurde. Die Stadt New York stimmte einer entsprechenden Einigung zu.

Im April 1989 war eine junge Joggerin im Central Park so bestialisch vergewaltigt worden, dass sie nur wie durch ein Wunder überlebte. Noch in der gleichen Nacht nahm die Polizei fünf Jugendliche fest, von denen vier ein Geständnis ablegten.

Später zogen sie die Aussagen aber zurück und sagten, die Polizei habe Druck ausgeübt. Der Fall sorgte USA-weit für Aufsehen.