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Panorama Nasa gibt «Kepler» auf

Aus für das 600 Millionen Dollar teure Weltraumteleskop «Kepler»: Die Versuche, das defekte Stabilisierungssystem zu reparieren, sind fehlgeschlagen. Trotzdem war das Teleskop ein Erfolg, meint die Nasa.

Ein unbekannter Planet im Vordergrund, im Hintergrund ein Stern.
Legende: So sieht ein Künstler einen von «Kepler» entdeckten, möglicherweise erdähnlichen Planeten. Reuters

Das Weltraumteleskop «Kepler» muss seine Suche nach erdähnlichen Planeten wegen eines technischen Defekts beenden. Weil das Problem auch nach mehreren Anläufen nicht behoben werden konnte, kündigte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Einstellung der Mission an.

Zwei der vier sogenannten Reaktionsräder waren nicht mehr in Gang zu bringen. Sie sollten das Teleskop in Position halten.

Eine Galaxie voller Planeten

Mit Hilfe von «Kepler» entdeckte die Nase Hunderte erdähnlicher Planeten. «Zu Beginn unserer Mission wusste niemand, ob Planeten von der Grösse der Erde in unserer Galaxie häufig oder selten sind», sagte der leitende «Kepler»-Wissenschaftler William Borucki.

Das Teleskop habe gezeigt, dass unsere Galaxie, die Milchstrasse, davon «bis zum Rand voll» sei. Unter den vielen erdähnlichen Planeten, die «Kepler» entdeckt hatte, seien aber nur wenige ihren Sternen nah genug, um Leben zu beheimaten.

«Kepler» war im März 2009 auf die Suche nach einer «zweiten Erde» gestartet und hatte seitdem bereits mehr als 3500 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt. Das Programm kostete insgesamt etwa 600 Millionen Dollar.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Anders als viele Miesepeter hier befürworte ich die Weltraumforschung! Und ja, ich glaube an das Gute im Menschen, nie würde ich solche Aussagen wie: der Mensch ist das dümmste Tier überhaupt oder der Mensch zerstört alles, machen. Nein, es sind ein paar (ok.viele) Dummköpfe ohne Perspektive und ohne fundiertem Wissen, die sich lieber in Gewalt oder esotherischen Mist festfahren. Aber das gab es schon immer. Fakt ist: wir müssen forschen, wollen wir die Menschheit langfristig erhalten!
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  • Kommentar von e.raouf / gambit, bern
    600 millionen dollar kostete das programm dem steuerzahler! hab gelesen dass es noch mindestens 100 jahre dauert bis die erste reise zu einem exoplaneten realisiert werden kann. immerhin sind die super luxusbunker für die weltelite ab sofort einzugsbereit!
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      .... also 2 $ pro US-Amerikaner. Wirklich soo viel?
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    2. Antwort von Daniel Thommen, Florida
      Den *US* Steuerzahler... Also mich, und nicht sie, E. Raouf...
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  • Kommentar von S. Nogler, Bever
    Es ist bedenklich, dass das lebensfeindliche Weltall vielen Menschen mehr bedeutet, als der eigene Planeten. 600 Mio. $ für etwas, was uns Menschen nichts bringt, da wir dort draussen eh nie leben werden können. Gleichzeitig sind wir unfähig für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu sorgen. Unsere armen Mitmenschen (unsere Artgenossen, unsere Verwandten in Adam) aber lassen wir elendlich Verhungern. Es stimmt mich traurig....
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    1. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      S. Nogler, die Suche nach Exoplaneten und die Erforschung des Weltalls ist wesentlich spannender als die Menschheit, über die es schon hunderttausende Bücher und Filme gibt. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um 80 Millionen Menschen, das entspricht der Bevölkerung Deutschlands, und vielleicht muss tatsächlich eines Tages ein Teil der Menschen die Erde verlassen und auf dem Mars oder einem Saturnmond ansiedeln.
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    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @S. Nogler: wäre das Weltall lebensfeindlich, dann würde es auch auf der Erde kein Leben geben. Unser Planet ist ja Bestandteil dieses Weltraumes.
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    3. Antwort von A.Schweigler, ZH
      Ist doch spannend zu sehen was um uns los ist.Der Mensch hat den drang zu suchen und zu erforschen das macht uns ja auch zu dem was wir sind . Auch auf der suche nach der Frage ob wir nun wirklich einzigartig sind oder ob es noch andere lebensformen gibt . Ist unsere konstelation Erde Sonne - rotation noch irgend wo vorhanden so das Leben überhaupt möglich ist ? Da sind 600mio ein klaks, da wurde schon Geld für grösseren Unsinn ausgegeben.
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    4. Antwort von A.Schweigler, ZH
      1.3 miliarden ist die Jährliche Militärunterstützung unterstützung der USA nur schon an Ägypten. Ob das besser ist für unseren Planeten wage ich zu bezweifeln !!
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    5. Antwort von Daniel Thommen, Florida
      Ich habe gerne $2 bezahlt um die Chance zu haben meinen UrGrosskindern einmal vielleicht die Moeglichkeit zu bieten nicht auszusterben wie damals die Dinosaurier... Lottospielen kostet mehr und hat bedeutend weniger Chancen... Als "Trekkie" ist es fuer mich sowieso absolut absurd, nicht im Weltall zu forschen, obschon auch S Bogler einen Punkt einfaehrt wenn man bedenkt wie vielen Leuten es auf der Erde nicht besonders gut geht. Live long and prosper!
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