Papst gibt Exorzisten seinen Segen

Der Vatikan hat die in etwa 30 Ländern vertretene internationale Vereinigung der Exorzisten (AIE) offiziell als private rechtsfähige Gesellschaft anerkannt. Als Exorzismus bezeichnet man die Teufelsaustreibung.

Teufelsmaske mit einem Kreuz im Mund.

Bildlegende: Wie auch immer der Teufel aussieht, die katholische Kirche glaubt ihn mit Riten vertreiben zu können. Keystone/Symbolbild

Die für den Klerus zuständige Kongregation des Heiligen Stuhls hatte die Statuten der Vereinigung der etwa 250 Exorzisten bereits Mitte Juni gebilligt.

Akt der Barmherzigkeit

Die Bestätigung durch den Vatikan sei eine Freude nicht nur für die Mitglieder, sondern für die gesamte Kirche, wird der Präsident der Vereinigung, Padre Francesco Bamonte, im «Osservatore Romano» zitiert. Exorzismus sei ein befreiender Akt der Barmherzigkeit.


Christoph Casetti: «Ja, das Böse gibt es»

4:39 min, aus SRF 4 News aktuell vom 04.07.2014

Exorzismus in der katholischen Kirche ist keine gewaltsame Teufelsaustreibung, sondern der Versuch, Formen der Besessenheit mit einem religiösen Ritus anzugehen. Papst Franziskus hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es das Böse und damit auch den Teufel sehr wohl auch heute gibt, ohne dabei direkt von Exorzismus zu sprechen.