Schneealarm im Sonnenland

Einige Regionen Spaniens werden von einer ungewöhnlichen Kältewelle überrollt. Die Schneegrenze sank teils drastisch. In manchen Provinzen gilt die zweithöchste Wetteralarm-Stufe – mindestens bis Montag.

Spaziergänger mit Regenschirm an einer verschneiten Strasse.

Bildlegende: Ungewöhnlich heftige Schneefälle in Galizien. Die Behörden lösten in einigen Provinzen Wetteralarm aus. Keystone

Eine Kältewelle hat mehrere Regionen Spaniens in weiss gehüllt. Die Schneegrenze sank am Samstag zum Teil auf 200 Meter, wie das Meteorologische Institut Aemet mitteilte.

Die Bewohner von Segovia rund 70 Kilometer nordwestlich von Madrid wurden zum Beispiel schon beim Aufwachen von einer zehn Zentimeter dicken Schneeschicht überrascht. Auch in anderen höher gelegenen Städten und Gemeinden mussten die Behörden tonnenweise Salz, Streufahrzeuge und auch Schaufelbagger einsetzen, um die Strassen von Schnee und Eis zu befreien.

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Heftiger Wintereinbruch in Spanien (unkomm.)

1:06 min, vom 28.2.2016

Wetteralarm gilt bis Montag

Im Nobelbadeort Sitges rund 30 Kilometer südwestlich von Barcelona riss eine Wasserhose am Samstag einige Palmen und Strassenlaternen aus der Erde.

Für 25 der 50 Provinzen des Landes wurde Wetteralarm der zweithöchsten Stufe «orange» ausgerufen, der zunächst bis Montag gilt. Der Zivilschutz riet von längeren, unnötigen Fahrten mit dem Auto ab. Gewarnt wurde vor Unwetter mit Schnee- und Regenfällen, kräftigen Winden sowie hohem Wellengang.