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2016 ein Annus horribilis? So war das Jahr im historischen Vergleich

Legende: Video Langfristiger Vergleich: 2016 war gar nicht so schlecht abspielen. Laufzeit 03:26 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.12.2016.
  • Im zu Ende gehenden Jahr gab es unzählige schlechte Nachrichten.
  • Es gibt uns den Eindruck, dass alles bachab geht.
  • Aber: in manchen Bereichen geht es uns besser als früher und wir sind auf gutem Weg.

2016 war ein Jahr voller Katastrophenmeldungen. Doch schaut man sich die globalen Entwicklungen im historischen Vergleich an, ist alles gar nicht so schlimm – im Gegenteil.

«Wenn Sie so eingedeckt werden von Katastrophenmeldungen hat man das Gefühl, man kann nichts mehr machen, es ist eigentlich vorbei, es geht alles den Bach ab. Es lähmt also die Fähigkeit und den Willen an der Zukunft zu schaffen», erklärt Zukunftsforscher George T. Roos.

Auf dem richtigen Weg

Dabei gibt es allen Grund zur Zuversicht: Denn wenn man das grosse Ganze anschaut, ist die Welt in einigen wichtigen Bereichen auf einem guten Weg.

Ein Beispiel: Wenn eine Person von weniger als zwei Franken pro Tagt lebt, spricht die Weltbank von extremer Armut. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt: In den letzten 40 Jahren hat sich die Anzahl der extrem Armen mehr als halbiert – von 2,2 Milliarden auf 702 Millionen Menschen.

Weniger Kriege – weniger Opfer

Wir fühlen uns unsicher, bedroht in unserer Lebensweise. Doch hier klaffen Gefühl und Fakten besonders auseinander. Der kühle Blick aus der Entfernung zeigt: Der globale Trend ist ein anderer.

Nach 1991 sank die Anzahl der Kriege und Bürgerkriege drastisch. Verloren in den 1950er Jahren noch über 20 Kämpfer pro 100‘000 Menschen ihr Leben in Kriegskonflikten, sind es heute weniger als zwei Konfliktopfer auf 100‘000 Menschen.

Die Evolution gibt uns ein falsches Gefühl

«Das subjektive Empfinden kontrastiert die realen Zahlen. Wahrscheinlich weil wir als Lebewesen darauf konditioniert sind, Gefahren höher zu bewerten als Informationen, die darauf hindeuten, dass wir in einer sichereren Welt leben», erklärt Roos weiter.

Die Welt im Umbruch – auch 2016 liegt noch einiges im Argen – trotzdem können wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Feierabend (Quantenmechanik)
    @AS: schön dass Sie das positive sehen. Aber die Probleme bestehen. In jeder Sek. 5 Menschen Zuwachs, Agrarflächen werden bis aufs letzte Ausgebeutet. China kann durch eigene nur 20 % seiner Bev. Ernähren. Es gibt nur noch 2 Starttunnels in den Orbit nicht auszudenken wenn unsere Sateliten ausfallen, Atom-Plastikmüll gar nicht gelöst etc etc. Ich will nicht nur schlecht machen empfinde es aber negativ wenn verharmlost wird, das lässt nur falschen Larifari zu.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    50% der Armutsreduktion ist dem kommunistischen China zu verdanken, haette man noch anerkennen duerfen. 2016 wurde Aleppo befreit, kam ein nicht russophober US Praesident der gegen TTIP ist, wurde Duterte gewaehlt, welcher im aermsten Land sueostasiens endlich fuer Frieden und Ordnung sorgt, wurde ein Infrastrukturgrossprojekt One Belt One Road in Zentralasien von China gestartet, und wir haben einen Gotthardtunnel. Bis auf die Westpropaganda war es ein sehr gutes Jahr.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Zukunftsforscher George T.Roos ist absolut realitätsfremd, hat absoluter Gedächtnisschwund, oder ist ein Spezialist im Verdrängen von traurigen, erschreckenden, beschämenden Tatsachen, lebt auf irgendeinem andern Planeten und ist damit auf jeden Fall völlig überbezahlt!!
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