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Spektakuläre Museumseröffnung Louvre Abu Dhabi öffnet seine Tore

  • Nach mehr als zehn Jahren Planungs- und Bauzeit hat der Louvre Abu Dhabi seine Türen geöffnet.
  • Es ist das erste Museum mit universellem Anspruch in der arabischen Welt.
  • Für den Namen «Louvre», Leihgaben und Expertise zahlten die Scheichs rund eine Milliarde Franken.

Die ersten Gäste des Kunsttempels unter der 180 Meter langen Kuppel des französischen Stararchitekten Jean Nouvel zeigten sich beeindruckt von dem Gebäude.

«Man ist wirklich stolz, wenn man sieht, dass das eigene Land so etwas schaffen kann», sagte Abdulla Al Jaberi aus Abu Dhabi, der die hochkarätige Ausstellung mit seiner kunstbegeisterten Tochter besuchte. Ihm gefalle die moderne Architektur, die sich auf die Wurzeln der regionalen emiratischen Kultur beziehe.

Kunst zu Hause

Grafikdesignerin Hessa Ali Al Joker aus dem Nachbaremirat Dubai sagte, der Ort des Kunsthauses im Nahen Osten verändere ihre Einstellung gegenüber Museumsbesuchen in Europa: «Jetzt kann ich Kunst in meiner Umgebung anschauen.» Man müsse nicht mehr zwangsläufig nach Europa fliegen, um sich hochklassige Ausstellungen anzuschauen.

Ich muss für Kunst nicht mehr nach Europa fliegen
Autor: Hessa Ali Al JokerGrafikdesignerin

Der Louvre Abu Dhabi ist das erste arabische Museum mit universellem Anspruch. Auf mehr als 6000 Quadratmetern sollen hier die Geschichte der Menschheit erzählt und die Gemeinsamkeiten der Kulturen betont werden.

Das Projekt wurde im März 2007 zwischen Abu Dhabi und Frankreich besiegelt – die Scheichs bezahlten rund eine Milliarde Franken für den Namen «Louvre», Leihgaben und Expertise. Der Bau verzögerte sich aber um mehrere Jahre, die Eröffnung musste mehrfach verschoben werden.

Legende: Video 5 Fakten zum Prunkbau abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Vom 08.11.2017.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Während in der Schweiz mehrheitlich quadratisch, kostengünstig, stillos gebaut wird, eigentliche Plattenbautensiedlungen, nur einem Zweck gehorchend: Den Mommon der Reichen zu vermehren, wird hier etwas für Generationen erschaffen. Zu vergleichen mit dem Vatikan, dem Bundeshaus, dem Big Ben, dem Pariser Louvre und 1000e andere. Gut waren die alten Architekten, Baumeister und Stadtplaner auf dem Kontinent (inkl Schweiz) mutiger und weitsichtiger als die heutigen.
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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Dekoration für sehr viel Geld, sonst nichts. Die Dachform eines Nudelsiebes ist hier Programm. Ich bin sehr für den kulturellen Austausch zwischen Orient und Okzident, jedoch habe ich mit der handverlesen & durchgesiebten Kunst die Eros und Körperlichkeit und den freien Gedanken unterschlägt, meine Mühe. Der Louvre stellt in einer Region aus, in der tendenziell alles unterdrückt wird, das nicht religionskonform ist. Man ist in der Region nicht einmal imstande, die eigenen Kulturschätze zu hüten.
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