Start mit Tücken

Der private US-Raumtransporter «Dragon» ist zur Internationalen Raumstation ISS gestartet – dabei gab es aber eine schwere Panne. Der geplante Versuch, einen Teil der «Falcon»-Trägerrakete sicher und aufrecht auf einer schwimmenden Plattform zu landen, missglückte.

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«Space X»: Raketen-Landung misslungen

1:25 min, aus Tagesschau vom 10.1.2015

Zwei Monate nach der Explosion eines unbemannten Versorgungsfrachters ist erstmals wieder ein privater US-Raumtransporter erfolgreich zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.

Der gleichzeitige und erstmals durchgeführte Test einer Raketenlandung ging aber schief. Der vom Unternehmen SpaceX geplante Versuch, einen Teil der «Falcon»-Trägerrakete sicher auf einer schwimmenden Plattform zu landen und dann wiederverwenden zu können, missglückte, wie Betreiber Elon Musk auf Twitter schrieb. «Das war knapp. Aber keine Zigarre heute.» Musk hatte die Erfolgschancen des Tests zuvor allerdings auch nur auf weniger als 50 Prozent beziffert.

Auf dem Bild ist die «Falcon 9»-Rakete zu sehen, die den Raumtransporter «Dragon» ins All beförderte. (keystone)

Bildlegende: Auf dem Bild ist die «Falcon 9»-Rakete zu sehen, die den Raumtransporter «Dragon» ins All beförderte. Keystone

«Dragon» fliegt planmässig

Der Start des «Dragon» glückte unterdessen problemlos. Der Frachter hob mit rund 2000 Kilogramm Nachschub und wissenschaftlichen Experimenten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Twitter mit.

Am Montag soll «Dragon» an der ISS ankommen und dort rund einen Monat bleiben. Er hat bereits vier Versorgungsflüge zur ISS hinter sich, sieben sollen noch folgen.