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Grosse Schäden in Texas Sturm «Harvey» fordert mindestens zwei Todesopfer

Legende: Video Behörden warnen vor Fluten abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.08.2017.
  • Wegen des Wirbelsturms «Harvey» sind in Texas Häuser eingestürzt, Dächer abgedeckt worden und Bäume umgeknickt. Besonders stark getroffen wurde die Küstenstadt Rockport.
  • Laut den Behörden gab es mindestens 2 Todesopfer, 12 Personen wurden verletzt.
  • An vielen Küstenorten in Texas wurde das Stromnetz stark beschädigt. Mehr als 200'000 Menschen sind weiterhin ohne Strom.

Eine Frau starb, als sie mit ihrem Auto durch die überfluteten Strassen im Westen der Millionenstadt Houston fuhr. Ein weitere Person kam bei einem Hausbrand in Rockport ums Leben, wie der Bürgermeister sagte. Etwa ein Dutzend Menschen in der Region hätten Verletzungen wie Knochenbrüche erlitten, sagte ein anderer Behördenvertreter.

Karte
Legende: Auf Land getroffen ist «Harvey» nördlich von Corpus Christie. SRF

Hunderttausende von Menschen ohne Strom

Zwischen 200'000 und 300'000 Menschen haben nach Angaben örtlicher Versorger keinen Strom. Wegen der andauernden heftigen Regenfälle werden zudem heftige Überschwemmungen befürchtet.

Noch ist unklar, welchen Schaden «Harvey» insgesamt angerichtet hat. Fest steht, dass in der Küstenregion zahlreiche Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Autos beschädigt wurden. Viele Öl- und Gasproduzenten haben vorübergehend ihre Arbeit eingestellt.

Der stärkste Sturm seit 1961

Der Sturm war in der Nacht zu Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern in der Stunde über die Küste von Texas hinweggefegt. Damit war «Harvey» der stärkste Sturm, der den Bundesstaat seit 1961 heimgesucht hat. Über Land schwächte sich «Harvey» weiter ab und wurde zum Tropensturm herabgestuft.

CNN zeigte Videos von Überschwemmungen, Schäden an vielen Gebäuden, umgestürzten Bäumen und Strommasten. Notfallteams seien ausgerückt, um in ihren Häusern eingeschlossene Bürger zu versorgen, berichtete ein Reporter. In der Stadt Port Lavaca stieg der Meeresspiegel um rund zwei Metern in sieben Stunden.

Kippender Lastwagen.
Legende: Mit enormen Geschwindigkeiten hat Hurrikan «Harvey» Texas erreicht. Keystone

US-Präsident Donald Trump lobte den Einsatz des Top-Katastrophenmanagers und die Zusammenarbeit zwischen örtlichen und Bundesbehörden. «Wir überlassen nichts dem Zufall», twitterte Trump, der das Wochenende auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David (Maryland) verbringt.

Für die Einwohner von sieben Bezirken an der Küste war eine Evakuierung angeordnet worden, sie mussten dieser aber nicht folgen. Es wird erwartet, dass «Harvey» in den kommenden Tagen über den Südosten von Texas zieht. Potenziell betroffen ist ein von 16 Millionen Menschen bewohntes Gebiet zwischen der Stadt Brownsville und Houston mit einem Küstenstreifen von etwa 560 Kilometern Länge.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von René Pfeifer (Whistler)
    Es dort wie halt überall auch: Die Unterschicht wohnt in Sperrholz-Billighäusern. In Florida wohnen die Reichen in Liegenschaften ( Villen ) aus Stein, welche rechten Stürmen trotzen ---kein Pavatex und Wellblech ! Massivbauweise halt . Jeder Ziegel ist einzeln für sich am Dachbalken befestigt, bis Sturm 250 km/ h oder sogar höher! Das kostet ! Aber eben : Der, der nichts bis wenig hat, ist auch in den USA auf der Schattenseite des Lebens daheim , und das vermutlich erst noch lebenslänglich .
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Was mich erstaunt sind die Billighäuser, die keinem grösseren Sturm standhalten. Vieles ist in den USA auf dem Stand von Entwicklungsländer. Aber für das Militär kann nichts zu teuer sein.
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  • Kommentar von Jana Vilim (Jana Vilim)
    Der kaputte Riese "Die Stürme werden immer heftiger, das Wetter immer schlechter, die Vorhersagen sind beängstigend." Marode Infrastruktur lähmt die USA - Wie China in den 80ern. Brücken brechen zusammen, Wasserleitungen bersten, tiefe Schlaglöcher machen Straßen unbrauchbar. Amerikas Infrastruktur ist in weiten Teilen alt und wird allenfalls notdürftig geflickt. Amerikaner sitzen jedes Jahr 90 Minuten im Dunkeln. Amerika verrottet!
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