Ueli Steck: «80 bis 100 Sherpas standen vermummt vor meinen Zelt»

Die 16. Himalaya-Expedition wird der Schweizer Ueli Steck, wohl nie mehr vergessen. Auf 7100 Meter kam es zwischen dem Extrembergsteiger und Sherpas zum Streit. «Die Sherpas wollten Blut sehen», sagt Steck im Gespräch mit «10vor10».

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Ueli Steck spricht über den Eklat am Mount Everest

16 min, vom 6.5.2013

Der handgreifliche Streit ereignete sich in der Nähe des Camps 3 auf 7100 Metern. Beim Aufstieg zum Camp war das Team von Steck die Gruppe auf eine Gruppe Sherpas getroffen, welche am Berg Fixseile montierten.

«Um die Arbeiten der Sherpas nicht zu behindern, wählten wir einen Aufstieg 50 Meter weiter links in der Lhotse-Flanke bis auf die Höhe unseres Zeltes» sagt Ueli Steck im Gespräch mit Monika Balmer von «10vor10».

Sherpa heftig beschimpft

Um das Biwak zu erreichen musste die Gruppe die Seile der Sherpas traversieren und dabei soll es zum Eklat gekommen sein. Stecks Expeditionskollge Simone Moro beschimpfte den Gruppenleiter der Sherpas ziemlich heftig.

Beide Gruppen stiegen darauf zum Camp 2 ab. Im Lager angekommen drohte die Situation vollends zu eskalieren. «Zwischen 80 und 100 Sherpas standen plötzlich vor unserem Zelt, vermummt und mit Steinen bewaffnet.» Der Leader der Sherpas habe Steck mit einem Faustschlag attackiert. «Man wollte uns umbringen, die Sherpas wollten Blut sehen» sagt Steck im Interview.

Sein grosses Glück sei gewesen, dass sich die US-Bergsteigerin Melissa Arnot zwischen ihn und die Sherpas gestellt habe, so Steck. Nur dank ihr sei schlimmeres verhindert worden.

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