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Grimassen-König US-Komiker Jerry Lewis ist tot

Der amerikanische Schauspieler Jerry Lewis ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren an Herzversagen. Mit seiner unverkennbaren Mimik, seinem Klamauk brachte er weltweit die Menschen zum Lachen. Auch wenn ihm selber oft nicht danach zu Mute war.

Legende: Video Jerry Lewis ist gestorben abspielen. Laufzeit 2:40 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 20.08.2017.

Seine Grimassen, sein Schalk: Das waren die Markenzeichen von Jerry Lewis. In Erinnerung bleibt besonders seine unsichtbare Schreibmaschine. Aber der amerikanische Komiker war weit mehr als das. Er beeinflusste mit seiner Kunst Generationen von Comedians.

Jerry Lewis kommt am 16. März 1926 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey zur Welt. Seine Eltern: Varietekünstler. Bereits mit fünf tritt er mit ihnen auf.

Jerry Lewis
Legende: Der US-Komiker Jerry Lewis brachte mit seinen Grimassen unzählige Fans zum Lachen. Keystone

Jerry Lewis und Dean Martin: Symbiose auf Zeit

Mit 20 der eigentliche Durchbruch seiner Karriere: Er steht zum 1. Mal mit Dean Martin auf der Bühne - Geburtsstunde des wohl grandiosesten Unterhaltungsgespanns der Nachkriegszeit. Zusammen erobern sie Bühne, Fernsehen und Kino. Nach einem Jahrzehnt gemeinsamen Höhenfluges: Die Trennung. Produktionsdruck und Streitereien am Laufmeter zerstören ihre Zusammenarbeit – und ihre Freundschaft.

Lewis versucht sich fortan als Regisseur, dreht weiter Filme als Komiker - allerdings mit weit weniger Erfolg als früher.

Schwindender Erfolg, schwindende Gesundheit

Jerry Lewis produziert nach der Trennung von Dean Martin fatale Flops wie die Kriegssatire «Which Way To The Front?». Das setzt ihm zu, psychisch und körperlich: Chronischer Rückenschaden, eine schwere Lungenkrankheit und Depressionen.

Jerry Lewis ist auch abseits des Showbusiness produktiv. Er ist zweimal verheiratet und hat sieben Kinder. Er setzt sich stark für soziale Themen ein. Der Komiker unterstützt Stiftungen und organisiert unzählige Charity-Projekte. Für sein soziales Engagement wird er mehrfach ausgezeichnet. 2009 bekommt er den Ehren-Oscar für sein humanitäres Wirken.

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