Vulkan-Alarm in Ecuador

Nach über 130 Jahren hat sich einer der aktivsten Feuerberge in Südamerika wieder ins Bewusstsein der Menschen gebracht. Kilometerhohe Aschewolken stiess der Cotopaxi in Ecuador bei seinen jüngsten Explosionen aus.

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Kilometerhohe Rauchsäulen in Ecuador

0:16 min, vom 15.8.2015

Der Vulkan Cotopaxi nae der ecuadorianischen Hauptstadt Quito hat die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt.

Atemschutzmasken für Millionen

Aus dem knapp 5900 Meter hohen Feuerberg trat am Freitag eine acht Kilometer hohe Aschewolke aus. Es hätten sich mehrere Explosionen im Innern des Vulkans ereignet, teilte das Geophysikalische Institut mit. Die Alarmstufe sei auf mittleres Niveau angehoben worden.

Quitos Bürgermeister Mauricio Rodas kündigte an, die Behörden würden Atemmasken an die Einwohner der 2,3-Millionen-Stadt verteilen.

Letzter Ausbruch 1877

Der etwa 45 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegene Cotopaxi ist einer von acht aktiven Vulkanen in Ecuador. Zuletzt brach er im Jahr 1877 aus.

Das Umweltministerium sperrte den Vulkan für Touristen. 15 Kletterer, die sich auf eine Besteigung des Cotopaxi vorbereiteten, wurden nach Hause geschickt. Die Flughäfen in der Stadt Cotopaxi und in Quito blieben trotz der Aschewolke vorläufig geöffnet.