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Panorama Wrack von legendärer Polar-Expedition entdeckt

Vor beinahe 170 Jahren wollte der britische Polarforscher John Franklin mit zwei Schiffen die arktische Nordwestpassage durchsegeln. Weder er noch seine Crew überlebten das Unterfangen. Mit dem Fund eines der beiden Schiffswracks könnte endlich der Grund des Unglücks geklärt werden.

Ein Schiffswrack der gescheiterten legendären Franklin-Expedition ist im arktischen Norden Kanadas entdeckt worden. Damit sei eines der «grössten Geheimnisse Kanadas» gelöst, teilte Premierminister Stephen Harper mit.

Vor fast 170 Jahren brach der britische Polarforscher John Franklin mit zwei Expeditionsschiffen in die Arktis auf. Er versuchte, die Nordwestpassage erstmals in Richtung Westen zu durchsegeln und einen kürzeren Weg von Europa nach Asien zu finden.

Grosses Interesse um Arktis-Mission

Die von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgte Expedition scheiterte jedoch unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen. Alle Mitglieder kamen im Eis ums Leben.

Die Franklin-Expedition und das Schicksal ihrer Teilnehmer wurden schon von den Zeitgenossen als sehr bedeutsam wahrgenommen. Zeitungen erzielten mit Berichten und Spekulationen über den Verbleib des Forschers und seiner Crew hohe Auflagen.

Unklar um welches Schiff es sich handelt

Die von Admiral Franklin kommandierten Schiffe «HMS Erebus» und «HMS Terror» gehörten lange Zeit zu den meistgesuchten Wracks in der Geschichte der marinen Archäologie. Die Expedition ist Gegenstand von zahlreichen Liedern, Gedichten und Romanen.

Noch ist unklar, um welches der beiden Schiffe es sich handelt. Es wurde im Norden der Provinz Nunavut nahe Pond Inlet elf Meter unter der Wasseroberfläche gefunden. Von der Entdeckung des ersten Expeditionsschiffes erhoffen sich Experten nun neue Aufschlüsse über den Verbleib des zweiten Schiffes sowie über Verlauf und Scheitern der Expedition.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Meier, Bern
    Siehe Sten Nadolny: "Die Entdeckung der Langsamkeit" (1983) - eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe !
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  • Kommentar von Petra Wild, Gebenstorf
    Es stimmt, dass man lange nach den Schiffen gesucht hat. Die Todesursache der Mannschaft ist aber seit längerem geklärt, weil die Mannschaft schon vor ihrem Verschwinden Verluste zu beklagen hatte. Die Untersuchungen der Leichen ergaben, dass sie an Bleivergiftung verstorben waren, denn diese Expedition war eine der ersten, die mit Konservendosen ausgerüstet war und damals verschweisste man die Nähte noch mit Blei, weil man seine Giftigkeit nicht kannte.
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    1. Antwort von dany burkhalter, fr
      und da man die Schiffe nicht gefunden hat, konnte man zumindest die Leichen untersuchen? Waren den die nicht beim Schiff oder so? Eine ziemlich Wilde erklärung......
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    2. Antwort von Heiner Zumbrunn, Winterthur
      Ein Expeditionsschiff muss nicht untergehen. Die Leute "mussten" an Skorbut, an Vergiftungen, an Unfällen auf Land oder Eis (zB Eisbären) sterben. Nicht nur gemäss WikipediaLink hat man früher Leichen von Teilnehmenden gefunden - schloss daraus auf die Bleivergiftung - offenbar hat die Crew oder Teile davon die Schiffe verlassen - diesen Menschen, die wohl versucht haben, zu Fuss zur Zivilisation zurück zu kehren, wird sogar Kannibalismus vorgeworfen. http://de.wikipedia.org/wiki/John_Franklin
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