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Panorama Ziemlich fade – erster Burger aus dem Reagenzglas

Forscher haben erstmals einen im Labor gezüchteten Burger präsentiert. Das Retorten-Fleisch hat nicht alle Testesser restlos überzeugt.

Legende: Video Aus dem Hamburger wird ein Lab-Burger abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.08.2013.

Einen Bissen und noch einen zweiten. Dann die Enttäuschung: «Ich hätte mehr Geschmack erwartet», erklärt eine Freiwillige nachdem sie den ersten Burger aus dem Reagenzglas gekostet hatte. Vor laufenden Kameras feierten Forscher der Universität Maastricht die Premiere eines rein aus Stammzellen herstellten Burgers.

Teures künstliches Fleisch

Der Burger dürfte wohl auch als teuerste künstlich hergestellte Delikatesse in die Geschichte eingehen. Über 300‘000 Franken kostete die Forschung und Entwicklung des künstlichen Fleisches. Vor allem das Fett habe an diesem Laborgewebe gefehlt, meinten die Testesser im Anschluss. Da das Fleisch ursprünglich weiss war, musste es zudem mit Rande eingefärbt werden.

Die Forscher freuen sich dennoch: Sie sehen in diesem erstmals gelungenen Verfahren eine Lösung, um der weltweit wachsenden Nachfrage nach Essen gerecht zu werden. Kritiker wiederum argumentieren, weniger Fleisch zu essen, wäre der einfachere Weg, um einem Engpass in der Fleischproduktion zuvorzukommen.

Das Fleisch aus dem Labor soll die Nahrungs- und Umweltprobleme der Welt lösen. Doch noch ist es ziemlich teuer. Sollte sich das ändern, könnte es das Kunstfleisch in die Schweizer Supermärkte schaffen. Aber wollen das Schweizer Händler und Kunden überhaupt? Lesen Sie hier.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ich erinnere mich an Kunstfleisch... habe es selber probiert... seine Bezeichnung war TVP...(textilated vegetable protein) hergestellt so fern ich mich erinnere aus Soja... Preiswert in der Herstellung und gesund, aber auch da, der Geschmack neutral..musste per Gewuerze zugegeben werden mit schwachem Erfolg. DA haette man weiterforschen sollen! Heute mit der neuen Technologie der Geschmacksaufpeppung... haette man was man wollte!
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  • Kommentar von Lena Meier, Brugg
    ...vegetarische Kost und VORALLEM konsequente Familienplanung. Sich mit mehr als zwei Kindern fortzupflanzen steht auf unserem überfüllten Planeten keinem mehr zu. Wer Kinder gern hat und ihnen eine Zukunft gönnt, hat möglichst wenige!
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      "vegetarische Kost"Sie wissen aber schon,dass wer sich vegetar.ernährt,nichts zur Verbesserung der Lage der Nutztiere+Umwelt beiträgt?Milchkühe,meist sojagedopte Turbokühe,liefern nur Milch,wenn sie vorher gekalbert haben.Gleich danach nimmt man ihnen die Kälber weg, die dann in Einzelboxen,manchmal in Kälbergruppen gemästet werden.Einige Kuhkälber dienen als Nachschub für ihre Mütter,die idR ausgelaugt nach ca.2J nicht wie ihre Jungen auf der Schlachtbank,sondern auf der Kadaverstelle landen.
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  • Kommentar von Lena Meier, 5200 Brugg
    Fleisch essen war vielleicht einmal ok, als noch so 3 Mrd Menchen auf der Erde lebten. Damals allerdings wäre es niemandem eingefallen 2 oder sogar 3 mal pro Tag Fleisch zu essen - 1 x pro Woche ein altes Huhn war so der Maximalstandard... Nun da es 8 Mrd sind, ist es schlicht und einfach nicht mehr zu verantworten. Bohnen, Linsen, Kichererben, Erbsen schmecken köstlich, können auf x Arten zubereitet werden und sind erst noch günstig, das wäre die naheliegende Lösung des Problems.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Finde es unehrlich,auf Fleisch zu verzichten,aber gleichzeitig Milch-+Milchprodukte zu konsumieren.Beziehe seit Jz Fleisch,Milch- ua tier.Produkte direkt vom Biohof im Nachbarsdorf.Diese Tiere sind rund ums Jahr auf weitläufigen Weiden,kriegen auch ihre Jungen dort.Hecken,Bäume+Transporter dienen als Unterkunft,so werden sie auch stressfrei zum Schlachthof gebracht.Ein geschl.,gift-+GTfreier Kreislauf,eigenes Futter,Gemüse,Fleisch,Dünger.Wir essen 2x/W Fleisch,2x Milchprod.od.Eier,3x veganisch
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