Zyklon fordert auf Fidschi-Inseln mehrere Tote

Auf den Fidschi-Inseln im Südpazifik sind durch den Zyklon «Winston» mindestens fünf Personen ums Leben gekommen. Die Zerstörungen sind gross. Mehrere kleine Dörfer wurden komplett dem Erdboden gleichgemacht.

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Notstand nach dem Tropensturm

0:56 min, aus Tagesschau am Mittag vom 22.2.2016

Der Sturm hat über den Fidschi-Inseln zahlreiche Orte verwüstet. Im Dorf Kade auf der Insel Koro etwa seien alle Häuser zerstört worden, einschliesslich Kirche und Schule, teilte der Direktor der Behörde für Katastrophenschutz mit. MIndestens fünf Menschen kamen ums Leben.

Totale Ausgangssperre bis Montag

Der Zyklon der höchsten Kategorie 5 war in der Nacht zu Sonntag mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde über den Inselstaat im Südpazifik gezogen. Die Regierung erklärte das ganze Land mit mehr als 300 Inseln zum Katastrophengebiet und verhängte eine totale Ausgangssperre. Sie soll erst am Montag (Ortszeit) aufgehoben werden.

Landkarte mit Australien und Fidschi

Bildlegende: «Winston» war der schwerste Sturm, der auf den westlich von Australien gelegenen Fidschi-Inseln je gemessen wurde. srf

Es war der schwerste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Das Militär bot alle Soldaten für Hilfseinsätze auf. Die Behörden hatten die Bevölkerung frühzeitig gewarnt und mehr als 750 Notunterkünfte eingerichtet.

Die Hauptstadt Suva lag nicht im Auge des Sturms, dennoch waren die Schäden beträchtlich. Der Lärm sei beängstigend gewesen, als Dächer von den Häusern gerissen und Bäume entwurzelt wurden, berichteten Augenzeugen. Der Sturm zog inzwischen Richtung Westen wieder auf das offene Meer hinaus.