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Aargau Solothurn «Aarau ist keine gefährliche Stadt für Velofahrer»

Nachdem am Dienstag ein 53-Jähriger beim Kreuzplatz in Aarau tödlich verunfallt ist, verlangen die Grünen mehr Sicherheit für die Velofahrer in der Stadt. «Wir sind daran», sagt der zuständige Stadtrat Werner Schib. Er verweist auf zwei neue Velostreifen, die noch dieses Jahr geschaffen werden.

Der 53-jährige Velofahrer war am Dienstag beim Kreuzplatz unter einen Lastwagen geraten und starb kurz darauf an seinen schweren Verletzungen. In einer Medienmitteilung zeigen sich die Grünen Aarau erschüttert über den «zweiten tödlichen Unfall innerhalb weniger Jahre».

Der Kreuzplatz sei «schon immer ein heikler Punkt» gewesen, schreiben die Grünen. Sie wollen nun wissen, was die Stadtregierung für Konsequenzen aus dem Unfall zieht. Als mögliche Übergangslösung fordern sie eine Aufhebung des Fahrverbots auf dem Trottoir Rohrerstrasse/Laurenzenvorstadt.

Zwei neue Velostreifen im 2014

Der für Verkehr und Umwelt zuständige Stadtrat Werner Schib (CVP) ist viel mit dem Velo in Aarau unterwegs. Er fühle sich jeweils sicher, sagt er gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Grundsätzlich sei Aarau keine gefährliche Stadt für Velofahrer.

«Es hat sicher gefährliche Verkehrssituationen», räumt Schib ein. «Aber wir arbeiten daran und setzen immer wieder Verbesserungen für die Velofahrer um». So werde diesen Sommer die gefährliche Situation im Rain entschärft, wo vor allem für die Schüler der Bezirksschule ein Velostreifen gebaut werde. Und ebenfalls noch dieses Jahr werde der Versuchsbetrieb an der Bahnhofstrasse installiert, wo es dann neu auch einen Velostreifen gebe.

Tunnel für den Kreuzplatz?

Der Kreuzplatz sei tatsächlich nicht velofreundlich, gibt Werner Schib zu. Er sei aber auch nicht autofreundlich. Der Stadtrat will eine langfristige Optimierung für den Platz anstreben und denkt unter anderem über einen Tunnel nach. Das könnte teuer werden, weiss Schib.

Zur Forderung der Grünen, als Übergangslösung das Trottoir für Velofahrer zu öffnen, sagt der CVP-Stadtrat: «Das ist eine Möglichkeit, die man prüfen sollte». Aus seiner Sicht handelt es sich beim tödlichen Unfall vom Dienstag aber um ein tragisches Einzelereignis. Es sei deshalb nicht nötig, deswegen das Verkehrsregime sofort zu ändern.