Aarburg: Steuerverlust wegen grosser Firma

Die Aargauer Gemeinde Aarburg nahm im letzen Jahr weniger Steuern ein als budgetiert. Bei der Gemeinde vermutet man den Grund beim Küchenbauer «Franke», der unter der Eurokrise litt.

Schild der Firma Franke

Bildlegende: «Franke» verkauft von Aarburg aus Küchen in die ganze Welt. Macht Franke weniger Gewinn, spürt dies Aarburg finanziell. Keystone

Insgesamt nahm Aarburg 2012 239'890 Franken weniger Steuern ein als budgetiert. Laut Vize-Gemeindeammann Alois Spielmann lieferten die Privat-Haushalte mehr Steuern ab. Das Problem liegt bei der Aktiensteuer. Hier sind die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr massiv zurückgegangen. Fast 200'000 Franken weniger kamen so in die Gemeindekasse.

Gemeinderat hat keinen Einblick

Der Vize-Gemeindeammann vermutet, dass dafür vor allem der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde, der Küchenbauer «Franke» verantwortlich ist: «Wir nehmen an, dass es mit dem Eurokurs zusammenhängt. Dass die grösseren Firmen daher weniger Gewinn erwirtschaften, was zu weniger Steuereinnahmen führt.»

Genau könne dies Aarburg jedoch nicht sagen, da ihnen der Überblick fehle, so Alois Spielmann gegenüber dem Regionaljournal: «Steuern sind Kantonshoheit, da hat der Gemeinderat absolut keinen Einblick. Der Gemeinderat sieht danach nur, wie viele Steuern bezahlt werden müssen.»

In Aarburg gibt es nur wenige international tätige Firmen. Neben Franke ist dies vor allem der Nähmaschinen-Hersteller «Bernina».