Aargau gibt mehr Geld aus für Strassen

Im Kanton Aargau wird dieses Jahr 15 Prozent mehr Geld ausgegeben für Strassen, Brücken und Tunnel als im vergangenen Jahr. Laut dem Kantonsingenieur heisst das aber nicht, dass der Aargau immer mehr Geld für den Bau ausgibt.

Blick auf den Platz mit Autos und Lastwagen.

Bildlegende: Der Schulhausplatz in Baden wird in diesem Jahr umgebaut. SRF

190 Millionen Franken: So viel Geld gibt der Kanton Aargau im aktuellen Jahr für Strassen, Brücken und Tunnel aus. Das ist viel, sagt auch der Kantonsingenieur der Abteilung Tiefbau, Rolf Meier. Der Grund: Es gibt 2015 gleich 7 Grossprojekte, die anstehen oder deren Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen.

  • Sanierung Schulhausplatz (Baden)
  • Sanierung Schlossbergtunnel (Baden)
  • 2. Etappe Wiggertalstrasse (Raum Zofingen)
  • Neue Gnadenthal-Brücke (Stetten)
  • Umbau Knoten «Chrüz» (Birmenstorf)
  • Ausbau Kantonsstrasse Künten-Eggenwil
  • Ausbau Kantonsstrasse Aristau-Merenschwand

Hinzu kommen 53 kleinere Projekte, erklärt Kantonsingenieur Rolf Meier. All das führe dazu, dass im laufenden Jahr 15 Prozent mehr Geld im Bauprogramm vorgesehen sind als noch im Vorjahr.

«Das ist ein Zufall», sagt Meier. Es gebe intensivere Jahre und weniger intensive Jahre. In den Jahren vor 2007 beispielsweise sei im Kanton Aargau wesentlich weniger Geld verbaut worden. Danach gab es beispielsweise die Umfahrung Aarburg oder die Arbeiten an der Staffeleggstrasse, «da wurde wieder mehr gebaut», so Meier.

Solche Schwankungen seien normal, erklärt der Kantonsingenieur. Einen Unterschied zu früher gebe es aber schon.

«  Es ist komplizierter und teurer, in bereits bebautem Gebiet zu bauen. »

Rolf Meier
Kantonsingenieur, Abteilung Tiefbau, beim Kanton Aargau

Hinzu kommt, dass heutzutage viele Bauten wie Umfahrungen nicht mehr über die grüne Wiese führten, sondern unter der Erde hindurch. Auch das sei teurer, erklärt Rolf Meier. Gerade in Baden beim Schulhausplatz wird viel unterirdisch gebaut, damit Busse, Autofahrer und Fussgänger nebeneinander Platz haben.

Die «intensive» Zeit des Bauens werde im Aargau jetzt noch weitere fünf Jahre anhalten, schätzt Meier. Danach werde es wieder etwas ruhiger – und günstiger.