Aargauer Bezirksgefängnisse sollen doch nicht geschlossen werden

Die drei Aargauer Bezirksgefängnisse in Bad Zurzach, Bremgarten und Laufenburg bleiben offen. Der Kanton kann sie nicht wie geplant schliessen. Es gibt zu viele Häftlinge.

Gebäudeansicht

Bildlegende: Das Zentralgefängnis in Lenzburg hätte die drei Gefängnisse in Bad Zurzach, Bremgarten und Laufenburg ersetzen sollen. Keystone

Die drei Bezirksgefängnisse in Bad Zurzach, Bremgarten und Laufenburg sollen offen bleiben. Samuel Helbling, Sprecher des Aargauer Innendepartements, bestätigt eine entsprechende Meldung der Zeitung «Die Botschaft». Grund dafür sei die Aktion «Crime Stop». Mit dieser kämpft der Kanton Aargau seit Mitte 2012 gegen Kleinkriminalität, insbesondere durch kriminelle Asylbewerber.

Wegen «Crime Stop» sind die Aargauer Gefängnisse voll. Auch das Zentralgefängnis von Lenzburg, das die Bezirkgefängnisse hätte ersetzen sollen. Deshalb hat der Kanton nun umgeschwenkt. «Aus Kapazitätsgründen können wir die drei Gefängnisse in absehbarer Zeit nicht schliessen», sagt Samuel Helbling.

Der Kanton verhandelt nun mit den drei Gemeinden über den weiteren Betrieb der drei Bezirksgefängnisse. Da die Gebäude jedoch nicht dem Kanton gehören, sondern den Gemeinden oder Privaten, gestaltet dies sich schwierig. Die Stadt Bremgarten zum Beispiel will das Bezirksgefängnis als Büroräume brauchen.

Der Entscheid hat aber auch finanzielle Folgen. Die drei Bezirksgefängnisse von Bad Zurzach, Bremgarten und Laufenburg sind nämlich veraltet. Es braucht Steuergelder, um sie zu modernisieren. Dies war ursprünglich auch der Grund, weshalb im Gefängniskonzept von 1997 vergesehen war, die drei Gefängnisse zu schliessen. Keine Änderungen sind bei den Gefängnissen in Baden, Aarau, Kulm und Zofingen vorgesehen.