Aargauer Buchenholz ist immer weniger wert

Der Aargauer Waldwirtschaftsverband zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit dem Holzverkauf in der Saison 2012/2013. Fast das gesamte Aargauer Wertholz fand seine Käufer. Sorgen macht dem Verband hingegen das Buchenholz: Dieses bringt immer weniger Geld.

Baumstämme in Reih und Glied neben einem Waldweg.

Bildlegende: Auf solchen Lagerplätzen wird das Aargauer Wertholz verkauft: Im Schnitt bringt ein Kubikmeter Holz gut 360 Franken. zvg

Die Aargauer Waldbesitzer verkaufen ihr Wertholz gemeinsam über eine Wertholz-Verwertungsgesellschaft. Diese präsentierte im März die letzte Ausbeute der Saison 2012/2013. Auf fünf Lagerplätzen im Kanton wurden 1'400 Kubikmeter Holz zum Verkauf angeboten, schreibt der Waldwirtschaftsverband am Freitag.

Ein schöner, dicker Holzstamm.

Bildlegende: Prunkstück: Die schönste Lärche auf dem Lagerplatz Wohlen brachte 1548 Franken pro Kubikmeter ein. zvg

Der Verband zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit dem Geschäft: Fast das gesamte Wertholz fand Käufer, der Durchschnittspreis sei im Vergleich zum Verkauf im Dezember sogar um zehn Prozent gestiegen, heisst es.

Im Schnitt kostet Aargauer Wertholz 362 Franken pro Kubikmeter. Besonders gefragt seien schöne Ahorn-, Nussbaum- und Lärchenstämme. Der teuerste verkaufte Stamm war ein Bergahorn, er kostete knapp 10'000 Franken.

Mehr Buchen im Wald, weniger Nachfrage

Sorgen macht dem Waldwirtschaftsverband hingegen das Buchenholz. Der Durchschnittspreis für Buchenstämme sei erneut um zehn Prozent gesunken, hält der Verband fest. Aktuell kostet der Kubikmeter rund 126 Franken. Vor zehn Jahren hätten diese Stämme noch mehr als doppelt so viel gekostet. Buchenholz sei halt einfach nicht mehr modern, so Theo Kern Geschäftsführer vom Waldwirtschaftsverband: «Die Konkurrenz durch moderne Materialien wie Plastik ist zu gross.» Zudem seien die Verkaufszahlen auch immer von der Mode abhängig: «Momentan sind dunkle Hölzer in.»

Eine zündende Idee, wie man das Buchenholz besser vermarkten könnte, fehlt: «Neue Absatzkanäle sind nicht in Sicht, dabei befindet sich die Buche in den Aargauer Wäldern aber auf dem Vormarsch», so Theo Kern.