Aargauer Fussballclubs zittern um Lizenz

Es ist ein wichtiger Tag für den FC Wohlen und den FC Aarau. Am Montag verteilt die Swiss Football League die Lizenzen für die kommende Saison. Beide Aargauer Clubs haben eine Lizenz für die höchste Liga beantragt, und beide haben kein Super-League-taugliches Stadion.

Mann mit Schal steht vor Tribüne.

Bildlegende: Sportliche Höhenflüge mit Trainer Ciriaco Sforza, aber die Hürden für den Sprung in die Super League sind hoch. Zu hoch? Keystone

Die sportliche Ausgangslage in der Challenge League lässt den FC Wohlen vom Aufstieg in die Super League träumen. Nachdem Wohlen gegen Schaffhausen mit 2:1 gewonnen hat, steht der Verein nun auf dem dritten Tabellenplatz und damit immer noch im Rennen um den Aufstieg. Vielleicht aber entscheidet sich das Aufstiegsrennen gar nicht auf dem Fussballplatz.

Denn zumindest zwei der drei Aufstiegskandidaten müssen um die Lizenz für die höchste Liga zittern. Servette hat Geldprobleme. Wohlen bei Weitem kein Super-League-taugliches Stadion: viel zu klein, zehn Mal zu wenig Sitzplätze, keine genügende Flutlichtanlage. Höchst unwahrscheinlich also, dass es klappt mit der Lizenz.

Vielleicht gibt es Lucky Loser

Was passiert, wenn der Challenge-League-Meister keine Super-League-Lizenz hat? «Das würde bedeuten, dass diejenige Mannschaft, die am Ende der Saison am besten klassiert ist und die Lizenz hat, aufsteigt». Das könnte also auch der Zweit- oder Drittklassierte sein.

Aber wer am Montag keine Lizenz für die Super League erhält, der hat eine zweite Chance, und zwar mit einem Rekurs und einem nachgebesserten Bewerbungsdossier. Das könnte auch dem FC Aarau blühen. Das Brügglifeld-Stadion reicht nämlich ebenfalls nicht für die Super League. Bis jetzt drückte die Swiss Football League aber jeweils beide Augen zu.