Aargauer Kultur-Chef tritt zurück

Hans Ulrich Glarner wechselt in den Kanton Bern: Der Aargauer Kulturbeauftragte wird zum Kulturbeauftragten des Kantons Bern. Die Berner Regierung hat ihn in dieses Amt gewählt. Im Aargau wirkte Glarner elf Jahre lang und sehr erfolgreich.

Portrait von Hans Ulrich Glarner

Bildlegende: Hans Ulrich Glarner hat den «Kulturkanton Aargau» bei der breiten Masse bekannt gemacht. zvg/Alex Spichale

Seit 2002 leitet Hans Ulrich Glarner die Abteilung Kultur im Kanton Aargau. Dazu gehören unter anderem das Kunsthaus, das Museum Aargau, die Denkmalpflege und die Kantonsarchäologie. Zuvor hatte Glarner zehn Jahre lang das Stapferhaus Lenzburg geleitet.

Nun wechselt Hans Ulrich Glarner in den Kanton Bern. Der Berner Regierungsrat hat ihn zum kantonalen Kulturbeauftragten gewählt, wie das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau am Donnerstag mitteilte. Der 54-jährige Hans Ulrich Glarner sieht seinen Auftrag im Aargau erfüllt: «Es liegt in meiner Natur, dass ich neue Herausforderungen suche, wenn ich meine Ziele erreicht habe», erklärt er auf Anfrage von Radio SRF. Der Kanton Bern reize ihn, unter anderem auch wegen seiner Zweisprachigkeit.

Aufbau von «Museum Aargau»

Der Aargauer Regierungsrat bedauert den Weggang Glarners «ausserordentlich» und dankt ihm für seinen «grossen und erfolgreichen» Einsatz für den Kanton Aargau. Glarner war unter anderem massgeblich an der neuen Struktur der Aargauer Schlösser beteiligt: Er machte aus den einzelnen Schlössern die Dachorganisation «Museum Aargau».

Die sechs Aargauer Kulturstätten wurden unter Glarner zu einem der meistebesuchten Museen der Schweiz. Glarner habe den Begriff «Kulturkanton» mit Leben gefüllt, heisst es in der Mitteilung des BKS. Er erreichte dabei, dass die historischen Schlösser ein breites Publikum ansprechen konnten. Oder mit den Worten der Medienmitteilung: «Im Zentrum stand dabei stets die Partizipation einer möglichst breiten Bevölkerung.»