Kommissar Zufall Aargauer Polizei schnappt Sexualstraftäter dank DNA-Probe

Ein 27-Jähriger steht im Verdacht, 2011 an einem Musikfestival im aargauischen Wohlen eine Minderjährige sexuell genötigt zu haben. Die Kantonspolizei Aargau konnte den mutmasslichen Täter durch Zufall mit Hilfe eines DNA-Profils identifizieren. Er ist nicht geständig.

Frau in Zelt.

Bildlegende: Der Vorfall am Festival liegt Jahre zurück. Auf den Verdächtigen kam die Polizei im Rahmen einer anderen Ermittlung. Keystone

Am Touch The Air Festival im Juni 2011 war ein unbekannter Mann mit einem Messer bewaffnet in ein Zelt eingedrungen und hatte eine damals 17-Jährige zum Oralsex gezwungen. Dank eines DNA-Profils habe nun ein Schweizer aus der Region als mutmasslicher Täter ermittelt werden können, teilt die Staatsanwaltschaft Aargau am Mittwoch mit.

Durch anderen Fall auf Spur gekommen

Die Erstellung des Profils hatte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten im November 2016 im Zusammenhang mit einem anderen Delikt angeordnet. Ursache war eine Strafuntersuchung gegen den Mann wegen mehrfacher Fälschung von Ausweisen und Vergehen gegen das Waffengesetz.

Das erstellte Profil ergab dann zufällig eine Übereinstimmung mit den DNA-Spuren, welche die Kantonspolizei Aargau im Juni 2011 im Zusammenhang mit dem Sexualdelikt am Touch The Air Festival gesichert hatte.

Vergangene Woche hielt die Polizei den mutmasslichen Täter an seinem Wohnort an und nahm ihn vorübergehend fest. Laut Polizei beteuert er seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten leitete ein Strafverfahren wegen sexueller Nötigung ein. Es gilt die Unschuldsvermutung.