Zum Inhalt springen
Inhalt

Energieversorgung in Zukunft Aargauer Regierung gegen Direktbeteiligung an Wasserkraftwerken

Das Aargauer Parlament forderte, dass die Regierung den Kauf von Wasserkraftwerken prüft. Die Regierung will sich jedoch nicht einmischen. Sie empfiehlt der AEW Energie AG lediglich, Aargauer Wasserkraftwerke zu kaufen, sofern dies wirtschaftlich Sinn macht.

Luftaufnahme Flusskraftwerk.
Legende: Im Wasserkanton Aargau gibt es viele Flusskraftwerke. Im Bild das Flusskraftwerk Beznau der Axpo. Keystone

Die Stromkonzerne in der Schweiz klagen, die Wasserkraftwerke rentierten nicht mehr. Alpiq und Axpo haben deshalb entschieden, einen Teil ihrer Kraftwerke abzustossen.

Dies bereitet dem Aargauer Kantonsparlament Sorgen. Ein Vorstoss von SVP und SP wurde für dringlich erklärt. Die Regierung solle dafür sorgen, dass die Schweizer Wasserkraftwerke in Schweizer Hand bleiben, besonders die Kraftwerke auf Aargauer Boden.

Die Aargauer Regierung bevorzugt ebenfalls einen Verbleib der Wasserkraftwerke in Schweizer Hand. In ihrer Antwort an den Grossen Rat betont sie die Bedeutung der Wasserkraft für die Versorgungssicherheit. Dabei haben für den Regierungsrat die Aargauer Wasserkraftwerke Priorität. Im Aargau könne aktuell rund 60 Prozent des Strombedarfes mit Wasserkraft aus dem eigenen Kanton gedeckt werden.

Ob die Wasserkraftwerke dabei jedoch in öffentlicher oder privater Hand liegen, spiele keine Rolle. Aktuell ist der Aargau nur an einem kantonalen Wasserkraftwerk direkt beteiligt. Am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt hält er 23 Prozent. Dies soll jedoch eine Ausnahme bleiben, so der Regierungsrat. Die Beteiligung an weiteren Kraftwerken wäre in seinen Augen mit zu grossen Investitionen verbunden.

Als Grossaktionärin der Axpo Holding AG und als alleinige Aktionärin der AEW Energie AG ist der Kanton Aargau an weiteren Wasserkraftwerken beteiligt. Hier will die Kantonsregierung jedoch nicht direkt Einfluss nehmen. Stünden im Aargau Wasserkraftwerke zum Verkauf, so prüfe die AEW das Angebot.

Die Regierung begrüsst den Kauf weiterer Aargauer Wasserkraftwerke durch die AEW, sofern dies wirtschaftlich Sinn mache. Ansonsten hält die Regierung dies für nicht sinnvoll. Theoretisch könnte der Grosse Rat die AEW jedoch dazu verpflichten. Dann müsste der Kanton jedoch die anfallenden marktkonformen Mehrkosten übernehmen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Walde (Beat Walde)
    Wir Aargauer sind über 28 % an der Axpo beteiligt. Soll wir Aargauer nun unser Eigentum erwerben? Den Axpo-Verwaltungsräten ist seitens der Eigentumsvertretung -der Regierung nämlich- nahe zu bringen, dass die Energiewende längst begonnen hat. Unser grosser Nachbar Deutschland hat mit dem "99-Pfennig-Gesetz" bereits im letzten Jahrhundert Neuerungen eingeläutet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    So der Energiewandel so kommt wie "angedroht", könnte es plötzlich Sinn machen, diese Wasserkraftwerke wieder zu betreiben und auszubauen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen