Aargauer Ständeratswahlen: Vier Kandidaten für einen Sitz

Seit Freitag ist klar, wer nochmals beim zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen antritt. Von den grossen und kleinen Parteien bleiben noch Ruth Humbel (CVP), Hansjörg Knecht (SVP) und Philipp Müller (FDP) übrig.

Drei Portraits von Politikern (Mann, Frau, Mann)

Bildlegende: Wird Ruth Humbel von der CVP zur unfreiwilligen «Wahlhelferin» für Hansjörg Knecht (r.) von der SVP? Keystone

Das Kandidatenfeld hat sich gelichtet: Irène Kälin (Grüne), Beat Flach (GLP) und Lilian Studer (EVP) haben sich am Donnerstag zurückgezogen. Bernhard Guhl (BDP) hatte dies bereits früher angekündet. Damit bleiben noch die Kandidaten der CVP, FDP und SVP im Rennen, sowie der völlige Aussenseiter Pius Lischer. Die beste Ausgangslage hat dabei der SVP-Kandidat.

Hansjörg Knecht hat die grösste Partei im Aargau im Rücken. Eine Partei, welche bei der Wahl am letzten Sonntag, auf 38 Prozent Wähleranteil kam. Darüber hinaus dürfte Knecht allerdings nur wenige Stimmen holen.

Die Sozialdemokraten unterstützen Ruth Humbel, zumindest die Geschäftsleitung der SP. Humbel sei die einzige wählbare Option. Die Unterstützung der SP alleine, genügt jedoch Humbel nicht zum Sieg.

Ansonsten keine Wahlempfehlungen für Humbel

Weitere Wahlempfehlungen hat Ruth Humbel bisher nicht erhalten: Die Grünen, die GLP, die JUSO und der Aargauische Gewerkschaftsbund haben ihr keine Unterstützung zugesagt.

Wer am Schluss das Rennen macht, lässt sich noch nicht abschätzen. Die besten Voraussetzungen hat ganz klar Hansjörg Knecht. Eine Überraschung ist aber zumindest rein rechnerisch durchaus möglich.

Vier Kandidaten für einen Sitz

Seit Freitag steht fest, wer für den Ständerat kandidiert. Es sind dies wie erwartet Hansjörg Knecht (SVP), Philipp Müller (FDP) und Ruth Humbel (CVP). Auch Pius Lischer (IG Grundeinkommen) tritt nochmals an, ist jedoch chancenlos.