ABB Schweiz erhält Auftrag zur Modernisierung von SBB-Lokomotiven

Der Badener Industriekonzern ABB Schweiz hat von der SBB einen weiteren Auftrag zur Modernisierung von Lokomotiven erhalten. Das Volumen beläuft sich zusammen mit zusätzlichen Auftragsoptionen auf 69,2 Millionen Franken. Davon profitiert auch ein ABB-Standort im Aargau.

Vereinbart wurde die Lieferung von 202 Stromrichtern mit Leistungshalbleitern der neuesten Generation, wie ABB Schweiz mitteil. Der Auftrag wird bei ABB Schweiz in Turgi verarbeitet.

Gute Nachrichten für Badener Industriekonzern

Montage im Werk Turgi

Bildlegende: ABB darf Lokomotiven nachrüsten, der Auftrag ist fast 70 Millionen Franken wert. Er bringt dem Standort Turgi Arbeit. Keystone

«Das sind sehr gute Nachrichten für ABB. (...) Unser Eisenbahngeschäft verlief in diesem Jahr bislang sehr erfolgreich», sagt Geschäftsführer Ulrich Spiesshofer in einer Mitteilung. Die erste nachgerüstete Lokomotive wird 2015 geliefert.

Die SBB wollen mit Investitionen von 230 Millionen Franken die Lebensdauer der Lokomotiven des Typs RE 460 um 20 Jahre erhöhen. Zudem wird dank den neuen Stromrichtern laut ABB Schweiz jedes Jahr 27 Gigawattstunden Energie eingespart. Das entspreche dem Stromverbrauch von 6750 Schweizer Haushalten.

Nicht alle ABB-Sparten laufen gleich gut

ABB Schweiz machte im ersten Halbjahr auch Schlagzeilen, weil der Konzern Mitarbeiter entlassen musste. Die Produktion von getriebelosen Mühlenantrieben in der Schweiz wird eingestellt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter, auch an den Standorten Kleindöttingen und Baden.

Video «Tagesschau Mittag vom 23.07.2014» abspielen

Tagesschau Mittag vom 23.07.2014

18 min, aus Tagesschau am Mittag vom 23.7.2014