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Aargau Solothurn AKW Leibstadt steht länger still als geplant

Weil mehrere Brennelemente zusätzlich ausgetauscht werden müssen, bleibt das Atomkraftwerk Leibstadt rund acht Wochen länger vom Netz als geplant. In der Jahresrevision waren an acht Brennelementen lokale Verfärbungen am Hüllrohr entdeckt worden.

AKW Leibstadt
Legende: AKW Leibstadt steht rund acht Wochen länger still als zuerst geplant. Es werden zusätzliche Brennelemente ausgewechselt. SRF

Die Verfärbungen seien ein Anzeichen für eine Oxidation des Hüllrohrmaterials, teilte das Atomkraftwerk (AKW) Leibstadt mit. Bei Befunden dieser Art werde routinemässig geprüft, ob die betroffenen Brennelemente wieder eingesetzt werden könnten. Wie die Untersuchungen gezeigt haben, ist dies nicht möglich.

Der Einsatz von neuen Brennelementen führt dazu, dass der Reaktorkern für den nächsten Betriebszyklus neu ausgelegt und beladen werden muss, wie es heisst. Dieser Prozess beinhalte komplexe Berechnungen und Sicherheitsanalysen und sei deshalb sehr zeitintensiv.

Verzögerung von acht Wochen

Die Anfang August begonnene Jahresrevision, die ursprünglich auf vier Wochen ausgelegt war, verzögert sich dadurch um voraussichtlich acht Wochen. Die Aufsichtsbehörde ENSI wurde über den Befund informiert.

Die Integrität der Brennelement-Hüllrohre sei stets gewährleistet gewesen, heisst es in der Mitteilung. Die festgestellten Verfärbungen stellten weder für Mensch noch Umwelt ein Sicherheitsrisiko dar.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Das AKW Leibstadt steht still und soll noch weitere 8 Wochen still stehen; dennoch gibt es offenbar keine Probleme mit der Stromversorgung. Warum also nicht gleich das AKW aus dem Verkehr ziehen?
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  • Kommentar von N. Schmid (Schmid)
    Zum Glück haben wir flexible, leistungsstarke Speicherkraftwerke, welche diesen enormen ungeplanten Leistungsausfall so lange überbrücken können. Es ist demgegenüber weltweit übrigens keine Windflauten oder Nächte, welche gleichzeitig jemals so lange andauern.
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