Alpiq-Umbau: Aargauer Elektroinstallateure sind besorgt

Der Oltner Energiekonzern Alpiq will aus den roten Zahlen und drängt in neue Geschäftsfelder. Alpiq will künftig weniger Strom produzieren und dafür mehr andere Dienstleistungen im Energiebereich anbieten. Dieser Wandel beschäftigt auch die Elektro-Installateure in den Kantonen Aargau und Solothurn.

Ein Elektro-Installateur mit weissem Helm prüft die Kabel einer Steckose

Bildlegende: Die Alpiq sucht nach neuen Geschäftsfeldern und macht dabei auch lokalen Elektro-Installateuren Konkurrenz. Colourbox (Symbolbild)

Matthias Jauslin ist Geschäftsführer einer Wohler Elektrofirma und Präsident der FDP Aargau. Seine Firma macht auch Elektroinstallationen. Genau in dieses Segment will nun auch Alpiq vermehrt vorstossen, und das macht Jauslin Sorgen.

Schon heute Folgen

«Für kleinere und mittlere Installationsbetriebe ist es keine einfache Situation, dass nun ein derart grosser Player kommt.» Der Preisdruck werde zunehmen und kleinere Unternehmen würden verdrängt, ist Jauslin überzeugt. Bereits heute sei die Präsenz von Alpiq zu spüren.

Im Gegensatz zu kleineren Betrieben könne der Oltner Stromkonzern Gesamtpakete anbieten, also neben den Elektro-Installationen beispielsweise auch gerade noch Sanitär- und Lüftungsarbeiten. Deshalb habe der Grosskonzern bei Offerten bessere Karten.

Keine Angst im Kanton Solothurn

Der Wandel von Alpiq beunruhigt also die Aargauer Elektroinstallateure. Anders fällt die Reaktion im Kanton Solothurn aus, wo Alpiq ihren Sitz hat. Kurt Jäggi, Präsident des kantonalen Verbands der Elektroinstallateure, sagt, man habe keine Angst vor der Konkurrenz.

Alpiq sei schon lange Mitglied im Verband, man kenne und schätze sich. «Wir haben einen guten Draht», so Jäggi. Auch deshalb, weil der Oltner Stromkonzern den kleineren Betrieben die Arbeit nicht wegnehme, «Alpiq betreibt keine Preisdrückerei.»