Alstom: Bekenntnis zum Standort Aargau

Noch vor 3 Jahren fürchtete man bei der Alstom in Baden und Birr einen massiven Stellenabbau. Heute ist dies kein Thema mehr. Das Bekenntnis zum Standort Aargau kommt von oberster Stelle, von der Alstom-Zentrale in Paris.

In der Alstom-Fabrikhalle in Birr wird eine Turbine überprüft und gewartet

Bildlegende: In der Alstom-Fabrikhalle in Birr wird eine Turbine gewartet. Für Alstom ist der Aargau der wichtigste Standort. Keystone

760 Stellen sollen in Baden und Birr gestrichen werden. So lautete vor 3 Jahren die Hiobsbotschaft aus der Konzern-Zentrale in Paris. Unterdessen hat sich die Alstom erholt: «Die Standorte Baden und Birr gehören zu den wichtigsten im ganzen Konzern», sagt Alstom-Vizepräsident Philippe Delleur. Er hat der Sendung «International» von Radio SRF 1 ein exklusives Interview gegeben.

«Wichtigster Standort überhaupt»

Das Geschäft mit Gasturbinen entwickle sich weltweit erfreulich – besonders in den USA, so Delleur. Deshalb sei er auch für die Zukunft des Standorts Birr zuversichtlich. Hier werden Turbinen gebaut und gewartet.

Baden ist zudem der internationale Hauptsitz der Alstom-Sparte Thermal Power, die Sparte für die thermische Energiegewinnung. Thermal Power ist die wichtigste Sparte des Alstom-Konzerns. Rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes wird in dieser Sparte erwirtschaftet. «Damit ist der Standort Baden/Birr einer unserer wichtigsten Standorte überhaupt», betont Philippe Delleur. In Baden und Birr wird hauptsächlich für den Export gearbeitet. Gemäss Delleur ist Alstom einer der wichtigsten Exporteure der Schweiz.