Argovia Philharmonic reitet auf Erfolgswelle

Der neue Name, das neue Erscheiningsbild und die zusätzlichen Konzertformate stossen bei den Musikliebhabern offenbar auf breite Zustimmung. Dies zeigt sich auch im rasant steigenden Verkauf von Saisonabonnements. Diese Zahlen konnten in den letzten zwei Monaten mehr als verdoppelt werden.

Klarinettist beim Spielen

Bildlegende: Neuer Name und neue Konzertformate scheinen aargovia philharmonic mehr Publikum zu bringen. zvg

Nach seinem 50-Jahr-Jubiläum gab sich das Aargauer Symphonieorchester auf die Saison 2013/14 hin einen neuen Namen: Argovia Philharmonic. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten sei der Namenswechsel auf eine breite Unterstützung gestossen, sagt Geschäftsführer Christian Weidmann im Gespräch mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Besonders eindrücklich waren die neusten Zahlen, die Weidmann den Vereinsmitgliedern an der Generalversammlung des Vereins Argovia Philharmonic am Mittwochabend vorlegen konnte: Eine Steigerung der Auslastungs um 13 Prozent auf neu fast 90 Prozent und eine massive Steigerung der Abonnementsverkäufe auf heute über 300 Abonnementen.

Und gerade hier sieht Weidmann weiterhin grosses Potential. Bis 2017 sollen die Zahlen nochmals verdoppelt werden. Mit anderen Worten: Das Aargauer Symphonieorchester reitet auf einer Erfolgswelle.

Strukturelles Defizit droht

Allerdings kämpft der Verein gegen ein drohendes strukturelles Defizit von rund 100‘000 Franken. Das sei im nächsten Jahr noch durch den kantonalen Lotteriefonds gedeckt, längerfristig müsse der Verein aber neue finanzielle Quellen erschliessen.

Ansonsten müsste Argovia Philharmonic das Angebot zurückfahren. Das Kernangebot, die Konzerte des Symphonieorchesters, sei aber nicht gefährdet, betont Weidmann im Gespräch.

Hohe Ziele für die Zukunft

Die Ziele unter dem Arbeitstitel Argovia Philharmonic 2020 sind klar: Eine bessere Verankerung des Orchesters im Kanton Aargau. Weidmann zeigt sich gegenüber Radio SRF überzeugt, dass die Qualität des Orchesters weiter steigen werde.

Das Argovia Philharmonic werde seinen Platz zwischen den grossen Zentren Zürich, Luzern, Bern und Basel sicher behaupten können. Und wenn die Politik noch grünes Licht für eine aargauische «Tonhalle» geben würde, könnte das Orchester durchaus auch international Furore machen.