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Aargau Solothurn Auch im Kanton Solothurn müssen Asylbewerber in den Untergrund

Um alle zugeteilten Asylbewerber unterbringen zu können, muss der Kanton eine in Reserve gehaltene, unterirdische Armeeanlage in Olten in Anspruch nehmen. Dort sollen ab September 80 Asylsuchende einquartiert werden. Am Mittwoch hatte sich auch der Aargau für unterirdische Not-Lösungen entschieden.

Auf einem Stockbett in einer unterirdischen Unterkunft schaut ein Fuss unter einer Decke hervor.
Legende: Der Kanton Solothurn hat schon vor einem Jahr vorgesorgt und ist nun froh um die unterirdische Unterkunft. (Symbolbild) Keystone

Die Gruppenunterkunft im Oltner Gheid soll rund ein Jahr lang als Asylunterkunft dienen. Dann will der Kanton Solothurn die Situation neu beurteilen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Der Mietvertrag für die eventuelle Nutzung der Anlage war vor knapp einem Jahr abgeschlossen worden. Bis auf wenige bauliche Massnahmen sei die Unterkunft bereit, betont David Kummer, Leiter des Amtes für soziale Sicherheit, gegenüber Radio SRF.

Im Moment habe der Kanton einfach nicht genügend überirdische Plätze betont David Kummer, Abteilungsleiter im Amt für soziale Sicherheit. «Die starke Zunahme von Asylgesuchen wirkt sich bei uns aus. Wir erhalten 30 Neuzugänge pro Woche und unsere Unterkünfte sind bereits zu 95 Prozent ausgelastet.» Die Asylsuchenden werden rund um die Uhr von Fachleuten betreut und sollen tagsüber Beschäftigungen nachgehen.

Die Suche geht weiter, auch im Aargau

Die unterirdische Unterkunft in Olten reicht gemäss der Prognose von Kanton und Bund nicht aus. Der Kanton Solothurn braucht noch mehr Plätze für Asylbewerber. Er plant deshalb, in Deitingen eine neue grosse Unterkunft zu bauen.

Im Aargau gab am Mittwoch die zuständige Regierungsrätin Susanne Hochuli bekannt, dass nun auch in unterirdisch gelegenen Räumen Unterkünfte eingerichtet werden. Zum Beispiel in den sogenannten Geschützten Operationsstellen (Gops) einiger Aargauer Spitäler.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Was für unsere Soldaten (oder CH-Bürger im Notfall) gut genug ist, ist für illegal Eingereiste, die voraussichtlich bis an ihr Lebensende vom Schweizer Steuerzahler alimentiert werden müssen, da auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar, mehr als gut genug.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Zeit der Ruhe noch geniessen,an denen die Leute sich nur gegenüberstehen.Denn sie werden bald der Vergangenheit angehören.An der Thematik fällt derzeit vor allem der wachsende Agressionspegel aller Seiten auf.Das ist durchaus kein Wunder.Der Bürger,der die Flüchtinge vor seiner Haustür nicht haben will und dagegen demonstriert, wird feststellen, dass er damit vor allem eins bewirkt:Nichts! Und er wird Zug um Zug auf den Gedanken kommen,dass es auch jenseits von Demos Mittel und Wege gibt.
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Was wäre, wenn plötzlich wir Schweizer selbst aufgrund eines kriegerischen Ereignisses auf die Schutzräume angewiesen wären, wozu sie ja eigentlich gebaut wurden?
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    1. Antwort von ewr mueller, baden
      Dann werden wir vielleicht zu Flüchtlingen und (noch schlimmer) zu Vertriebenen. Und dann wären wir froh, wenn wir ein bisschen anständiger empfangen und behandelt würden, als wir derzeit bereit sind, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen.
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