Autofahrer schleift Frau 500 Meter mit und lässt sie dann liegen

In Zofingen hat ein Unbekannter mit seinem Auto eine Frau angefahren und dann mitgeschleift – über 500 Meter. Ohne ihr zu helfen, fuhr er schliesslich davon. Die Frau starb an ihren Verletzungen. Dass der Fahrzeuglenker den Unfall nicht bemerkt hat, ist für die Kantonspolizei fast unmöglich.

Tatort in Zofingen, mehrere Beamte haben Beweismittel gesichert beziehungsweise mit Zahlentafeln versehen und dokumentieren den Tatort.

Bildlegende: Auf dieser Strasse in Zofingen wurde die ältere Frau mitgeschleift. ZVG

Eine ältere Frau ist am Dienstagmorgen in Zofingen von einem Auto erfasst und danach rund 500 Meter mitgeschleift worden. Das Opfer starb noch auf der Unfallstelle. Zuerst war die Kantonspolizei Aargau noch davon ausgegangen, dass die Frau 100 Meter mitgeschleift wurde.

Gemäss ersten Ermittlungen geschah der Unfall beim unteren Stadteingang in Zofingen, in der Nähe des Fussgängerstreifens. Entsprechend den Spuren, welche die Polizei gesichert hat, muss der Automobilist oder die Automobilistin das Opfer mindestens 500 Meter mitgeschleift haben.

«  Wenn ein Auto die Frau mitgeschleift hat, ist es fast unmöglich, dass der Automobilist das nicht gemerkt hat. »

Bernhard Graser
Mediensprecher Kantonspolizei Aargau

Gefunden wurde die Frau nämlich schliesslich um 10 Uhr an der Äusseren Luzernerstrasse in Oftringen. Es handelt sich um eine 79-jährige Frau aus der Region. Die Kantonspolizei fahndet nun nach einem beschädigten und blutverschmutzten Auto. Zudem sucht die Polizei Zeugen, welche entsprechende Beobachtungen gemacht haben.