Baden: Vorprojekt für neues Kurtheater muss zurückgezogen werden

Die Theaterstiftung der Region Baden-Wettingen hat beschlossen, das Vorprojekt für den Umbau des Kurtheaters zurückzuziehen. Dies nachdem es von mehreren Anwohnern Einsprachen gegen das geplante Projekt gegeben hat, eine Einigung konnte noch nicht erzielt werden.

Kurtheater Baden, Sachs-Foyer

Bildlegende: Das Kurtheater in Baden braucht dringend einen Umbau, dieser dürfte sich nun aber weiter verzögern. SRF

Die Stimmbürger der Stadt Baden haben am 3. März 2013 dem Kredit von rund 34 Millionen Franken für den Um- und Erweiterungsbau des Kurtheaters deutlich zugestimmt. Eigentlich wollte die Bauherrschaft demnächst ein definitives Baugesuch einreichen. Dies dürfte sich nun aber verzögern.

Schon mit Vorprojekt gescheitert

Schon vor der Volksabstimmung über den Kredit hat die Theaterstiftung beim Stadtrat Baden ein Vorentscheidgesuch auf der Basis des Vorprojektes eingereicht. In diesem Vorentscheidungsgesuch ging es hauptsächlich um das Volumen und die Höhe des neuen Gebäudes.

Mehrere Anwohner erhoben gegen dieses Gesuch Einwendungen. Die Theaterstiftung prüfte gemeinsam mit ihren Architekten und der Theaterleitung, inwiefern sie den Anliegen der Anwohner entgegenkommen kann. In den Verhandlungen zeigte sich aber, dass die vorgeschlagenen Verbesserungen für die Anwohner zu wenig weit gehen und eine umfassende Einigung deshalb nicht möglich ist. Aus diesem Grund beschloss die Stiftung, das Gesuch nun zurückzuziehen und massiv zu überarbeiten.

Projekt muss nachgebessert werden

Die Informationen aus dem nun zurückgezogenen Gesuch stützten sich auf das Projekt «Équilibre». Dieses war 2007 als Sieger aus dem Wettbewerb für den Um- und Erweiterungsbau des Kurtheaters hervorgegangen. Allerdings musste das Originalprojekt schon 2009 massiv überarbeitet werden, da die Kosten aus dem Ruder liefen.

Nun muss die Theaterstiftung eine weitere Schlappe einstecken, denn auch dieses überarbeitete Projekt muss nun nochmals massiv überarbeitet werden. Vor allem die Höhe des Projektes sorgte bei Anwohnern für Widerstand. Ausserdem entpuppte sich das Schattendiagramm, das mit dem Vorentscheidgesuch eingereicht worden war, als falsch und musste korrigiert werden.

Trotzdem bleibt die Stiftung optimistisch. In einer Mitteilung vom Donnerstag heisst es, man beabsichtige, noch dieses Jahr das definitive Baugesuch einzureichen.