Biogen bringt neues Leben auf die Industriebrache

Solothurn machte in den letzten Jahren eher mit Betriebsschliessungen und Stellenabbau von sich reden. Dass Biogen nun eine Medikamenten-Fabrik bauen will, ist für die Region eine gute Nachricht. Gebaut wird im Gebiet «Attisholz», das auf eine bewegte Industrie-Geschichte zurückblickt.

Dass Biogen in Luterbach eine Medikamenten-Fabrik bauen will, ist das neuste Kapitel einer langen Geschichte des Industrie-Areals «Attisholz».1881 wurde hier eine Zellulosefabrik gegründet, 2008 wurde der Betrieb eingestellt.

Bereits im Dezember will Biogen mit dem Bau beginnen und damit Leben auf die Industriebrache bringen. Bis dahin soll die Baubewilligung vorliegen. Vorerst haben Biogen und der Kanton Solothurn einen Vorvertrag unterzeichnet. Die Vereinbarungen treten in Kraft, sobald die Baubewilligung erteilt ist.

Altlasten müssen weg

Für die Baubewilligung zuständig ist die Gemeinde Luterbach. Am Freitag 3. Juli findet dort nun für die Bevölkerung ein Informationsabend statt. Später gibt es eine öffentliche Mitwirkung.

Auch der Kanton muss noch einiges erledigen, bis auf der Industriebrache wieder Leben einkehren kann. Für einen zweistelligen Millionenbetrag muss der Kanton Altlasten auf dem Gelände sanieren und Gebäude abbrechen. Diese Kosten seien im Verkaufspreis enthalten, sagte Baudirektor Roland Fürst an der Medienkonferenz.

Zudem wurde mit dem Stromkonzern BKW vereinbart, dass eine Hochspannungsleitung in den Boden verlegt wird. Und Bahngeleise auf dem Areal müssen umgelegt werden.

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Hoffnung auf Trendwende in Luterbach

3:30 min, aus Schweiz aktuell vom 1.7.2015

Attisholz: Das neuste Kapitel