Bleiben die Schweizer Salinen auf ihrem Streusalz sitzen?

10 Grad mit Sonnenschein: So sieht die Weihnachtswoche in diesem Jahr aus. Der kalte Winter ist nicht in Sicht und deshalb braucht es auch kein Streusalz auf den Strassen. Trotzdem wird in den Schweizer Salinen auf Hochtouren weiter produziert. Warum?

Die beiden Salzdome der Schweizer Salinen in Rheinfelden sind bis oben hin gefüllt. In beiden Lagerhallen ragt je ein grosser Salzberg empor und wartet auf seinen Abtransport. Doch passieren tut momentan nichts. Es gibt kaum Schnee und auch der Frost blieb bis jetzt weitgehend aus. Das Wetter ist mild und so gar nicht winterlich. Dennoch laufen die Produktionsmaschinen der Schweizer Salinen auf Hochtouren, so auch in Rheinfelden.

Grund dafür sei, dass neben der Streusalzproduktion, auch andere Salze hergestellt werden müssten, Koch- oder Regeneriersalz für Entkalkungsanlagen, erklärt Geschäftsführer Urs Hofmeier.

«  Die Salz-Produktion läuft momentan ganz normal weiter. Nur geliefert wird zurzeit reduziert. »

Urs Hofmeier
Geschäftsführer Schweizer Salinen

Ein milder Winter sei verkraftbar für die Salz-Produktion und den verfügbaren Lagerplatz. Problemlos könnten die Schweizer Salinen noch ein, zwei Monate auf dem selben Level weiter produzieren. Danach müsste die Herstellung gedrosselt werden. Doch dass das passiert, glaubt Urs Hofmeier nicht.

«  Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Winter heuer schon noch irgendwann kommt − ich will ja auch noch Skifahren gehen. »

Urs Hofmeier
Geschäftsführer Schweizer Salinen