Borregaard-Areal als Chance für Riedholz und Luterbach

Die beiden Solothurner Gemeinden Riedholz und Luterbach sind froh über die Pläne für die grösste Industriebrache der Schweiz. Das Areal der ehemaligen Zellulosefabrik Borregaard soll Platz bieten für Industrie, Gewerbe und Wohnen. Den Gemeinden bleibt viel Arbeit.

Der Gemeindepräsident von Riedholz schaut kritisch in die Sonne, im Hintergrund das Borregaard-Areal.

Bildlegende: Der Riedholzer Gemeindepräsident Peter Kohler hat noch viel zu tun: Das Borregaard-Areal muss erschlossen werden. SRF

Nördlich der Aare, in Riedholz, soll ein neuer Ortsteil entstehen, mit Gewerbe (600 bis 1'000 Arbeitsplätze), Kulturbetrieben und Wohnfläche für 400 bis 800 Einwohner. Der Gemeindepräsident von Riedholz, Peter Kohler, steht vor einer grossen Herausforderung. «Wir müssen von Null aus beginnen», sagt Kohler gegenüber Radio SRF.

Grosse Investitionen nötig in Riedholz

Da das Gebiet in Riedholz kaum erschlossen ist, rechnet man mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich für den neuen Ortsteil. Es fehle an Strassen und Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom.

Weniger Investitonen wären südlich der Aare, in Luterbach, nötig, da das Gebiet bereits erschlossen ist. Laut den am Donnerstag vorgestellten Plänen würde auf der Brache in Luterbach vor allem Industrie und Gewerbe angesiedelt.

Hoffnung auf Arbeitsplätze

Luterbachs Gemeindepräsident Michael Ochsenbein hofft auf neue Steuerzahler. Eine riesige Chance seien aber vor allem die neuen Arbeitsplätze. Laut Plänen könnten es in 20 bis 30 Jahren 2'600 bis 5'200 sein.

Auch Michael Ochsenbein betont die Herausforderung, die Pläne für die Industriebrache umzusetzen. «Wir haben aber die Möglichkeit, hier etwas schweizweit Einmaliges zu machen», meint Ochsenbein.