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Briefträger im Aargau Elektro-Roller der Post dürfen nicht auf den Veloweg

Die Post möchte am Rohrdorferberg mit Elektrorollern den Radweg benutzen. Drei von vier Gemeinden sind dagegen.

Wieso will die Post auf den Radweg? Aus Sicherheitsgründen. Die Hauptstrasse zwischen Fislisbach und Remetschwil sei für den Elektroroller der Post eher gefährlich, sagt Post-Sprecherin Jacqueline Bühlmann. Die Strasse sei eher schmal, zu den Stosszeiten habe es viel Verkehr. Ausserdem könnten die Roller mit ihrem Anhänger auch zu einem Hindernis für den übrigen motorisierten Verkehr auf der Strasse werden. Deshalb stellte die Post bei den Gemeinden Fislisbach, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil den Antrag, den Radweg neben der Hauptstrasse benutzen zu dürfen.

Pöstler verteilt Briefe
Legende: Der Elektroroller der Post ist gemäss Gesetz ein Kleinmotorrad. Keystone

Wieso braucht die Post eine Bewilligung? Die Elektroroller, welche die Post in der ganzen Schweiz zur Zustellung benutzt, gelten vor dem Gesetz als Kleinmotorräder. Sie dürfen Radwege nicht benutzen. Bei kommunalen Strassen und Radwegen könnte der jeweilige Gemeinderat aber grundsätzlich eine Ausnahmebewilligungen erteilen.

Wieso ist Oberrohrdorf dagegen? Einerseits will die Gemeinde alle gleich behandeln, erklärt Gemeindeschreiber Thomas Busslinger. Wenn man nun der Post eine Ausnahmebewilligung erteilen würde, dann würden auch andere - zum Beispiel ein Pizza-Lieferant - den Radweg benutzen wollen. Doch auch die Gemeinde hat Bedenken wegen der Sicherheit. Der Radweg werde auch rege befahren und unter anderem von Schülern benutzt. Der fast lautlose Elektroroller der Post sei für den Radweg ganz einfach das falsche Verkehrsmittel.

Pöstler auf Strasse
Legende: Ohne Ausnahmebewilligung müssen die Pöstler auf die Hauptstrasse. Keystone

Was sagen die anderen Gemeinden? Niederrohrdorf und Remetschwil beurteilten die Angelegenheit gleich wie Oberrohrdorf und liessen die Post abblitzen. Anders sieht es in Fislisbach aus. Dort zeigte sich die Gemeinde grundsätzlich kompromissbereit. Auf Anfrage hiess es in Fislisbach, dass die Verkehrssituation auf dem eigenen Gemeindegebiet anders sei als in den anderen Gemeinden - insbesondere gäbe es in Fislisbach kaum Schulkinder, die den Radweg nutzen würden.

Was macht die Post jetzt? Die Post respektiere selbstverständlich die Entscheidungen der Gemeinde, sagte Post-Sprecherin Jacqueline Bühlmann. Jetzt müssten die Elektroroller der Post eben die Hauptstrasse benutzen, so Bühlmann.

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