Bruno Gisler siegt am Nordwestschweizer Schwingfest

Der Schwinger des Schwingclubs Solothurn und Umgebung setzte sich im Schlussgang gegen Nick Alpiger aus Staufen durch. Gisler kam dank einem Entscheid der Wettkampfleitung in den Schlussgang, der bei vielen Schwingfans sehr umstritten war.

Bruno Gisler

Bildlegende: Bruno Gisler nutzte seine Chance im Schlussgang und siegte gegen Nick Alpiger. Keystone

Nach fünf Gängen führte der 18-jährige Schwinger Nick Alpiger aus Staufen mit 49.25 Punkten. Im Schlussgang musste sich dieser allerdings gegen Bruno Gisler geschlagen geben.

Gisler entschied den Schlussgang nach 3 Minuten und 25 Sekunden mit Kurz. Den Festsieg muss er mit dem Innerschweizer Gast Philipp Laimbacher teilen, da Laimbacher im sechsten Gang gegen Jürg Mahrer die Maximalnote erhielt.

Umstrittener Einzug in den Schlussgang

Dass Bruno Gisler überhaupt im Schlussgang schwingen durfte war bei vielen Schwingfans höchst umstritten.

Schwinger

Bildlegende: Ein Entscheid der Wettkampfleitung hat viel Staub - bzw. Sägemehl - aufgewirbelt... Keystone (Symbolbild)

Nach fünf Gängen lag Gisler punktgleich mit Philipp Laimbacher auf Platz zwei. Deshalb musste die Wettkampfleitung über den Einzug in den Schlussgang entscheiden.

Die Wettkampfleitung entschied sich für Bruno Gisler, obwohl dieser zuvor einen Gang verloren hatte. Laimbacher hingegen hatte zuvor keine Niederlage einstecken müssen, lediglich einen «Gestellten». Er war also der bessere Schwinger.

«  Eigentlich hätte die Wettkampfleitung Philipp Laimbacher in den Schlussgang lassen sollen. »

Wolfgang Rytz
Zeitschrift «Schlussgang»

Die Wettkampfleitung entschied sich dennoch für den Nordwestschweizer Bruno Gisler - und gegen den Innerschweizer Philipp Laimbacher. «Viele Schwingerspezialisten konnten diesen Entscheid nicht verstehen», sagt Schwingexperte Wolfgang Rytz gegenüber dem Regionaljournal.

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