Curling-WM: Aarauerinnen starten mit drei Siegen

Den Schweizer Curlerinnen um Aarauer Skip Silvana Tirizoni ist der Auftakt zur Frauen-WM in Riga bestens geglückt. Sie haben ihre ersten drei Spiele gewonnen.

Curlerinnen des CC Aarau an der WM in Riga

Bildlegende: Die Curlerinnen des CC Aarau vertreten die Schweiz an der WM, und sind gut ins Turnier gestartet. Keystone

Die Schweizer Meisterinnen vom CC Aarau sind optimal in die Frauen-Weltmeisterschaft in Riga gestartet. Einem 7:6-Sieg gegen Japan und einem 9:3 gegen Italien liessen sie am Sonntag einen 8:5-Erfolg gegen den früheren Weltmeister China folgen.

Die Aarauerinnen Sandra Gantenbein, Esther Neuenschwander, Marlene Albrecht und Silvana Tirinzoni erteilten den Chinesinnen eine veritable Lektion. Sie gingen bis zur Spielhälfte 4:1 in Führung. Auf ein Zweierhaus der Chinesinnen im 6. End reagierten sie umgehend mit einem Dreierhaus.

Schweizer Sieg ist hoch einzuschätzen

Die von Wang Bingyu angeführten Chinesinnen aus der Wintersport-Metropole Harbin hatten 2009 den WM-Titel geholt und gewannen ein Jahr später in Vancouver Olympia-Bronze (im Match gegen Mirjam Otts Team). Seit geraumer Zeit sind sie jedoch längst nicht mehr so dominant aufgetreten.

Gleichwohl ist der Sieg der Schweizerinnen hoch einzuschätzen. Zum Auftakt am Samstag hatten es die Schweizerinnen mit zwei eher als Aussenseiter gehandelten Teams - Japan und Italien - zu tun bekommen. Beide können jedoch den Favoriten jederzeit ein Bein stellen. Japan schlug anderntags die hoch eingeschätzte Crew aus Dänemark.

Jetzt warten die Titelanwärter

Gegen Japan benötigten die Schweizerinnen im 10. End ein Zweierhaus, um ein Zusatz-End ohne den Vorteil des letzten Steins zu vermeiden. Diesen Zweier schafften sie. Im Match gegen Italien liessen sie sich bereits im 1. End ein Dreierhaus «stehlen». Nach 5 Ends führten die Italienerinnen noch 3:1 und hatten den Vorteil des letzten Steins, bevor sich die Aarauerinnen in der zweiten Spielhälfte acht Steine (davon sieben «gestohlene») notieren liessen.

Am Montag trifft das Schweizer Team auf Schweden und Europameister Russland - auf zwei der ersten Titelanwärter.