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Aargau Solothurn Der Aargau verlangt eine sechsspurige A1 bis 2030

Die Autobahn A1 soll im Kanton Aargau zwischen Aarau Ost und Birrfeld bis ins Jahr 2030 auf sechs Spuren ausgebaut werden. Das verlangt eine Standesinitiative, welche der Aargauer Grosse Rat am Dienstag nach Bern abgeschickt hat. Der Bund solle mit dem Ausbau vorwärts machen, hiess es.

Legende: Video Aargau verlangt sechsspurige A1 bis 2030 abspielen. Laufzeit 2:55 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.11.2014.

Die Planung des Bundes sieht im Aargau erst für das Jahr 2040 einen Ausbau der A1 vor. Das sei unverständlich, hiess es am Dienstag im Grossen Rat.

Mit 81 zu 46 Stimmen hat der Rat eine Standesinitiative beschlossen, welche vom Bund nun ein höheres Tempo beim A1-Ausbau verlangt.

Grüne: «Zwängerei»

Von grüner Seite wurde die Standesinitiative als absurd und Zwängerei weitab von realistischen Lösungen dargestellt. Man müsse mit anderen Massnahmen zu weniger Verkehr kommen, etwa in Form von Verkehrslenkungsmassnahmen oder in Form von gesellschaftlichen Lösungen.

Gegen die Einreichung der Standesinitiative sprachen sich auch EVP, GLP und SP aus. In einem Streitgespräch des Regionaljournals Aargau Solothurn von Radio SRF sprach sich SP-Grossrat Jürg Caflisch grundsätzlich gegen mehr Strassen aus: «Der Verkehr wird noch mehr zunehmen, wenn man ihn noch mehr fliessen lässt. Dann muss man die A1 schon bald auf 8 Spuren ausbauen. Man fördert mit neuen Strassen nur, dass die Menschen noch mehr ins Grüne wohnen gehen. So kann es nicht weiter gehen».

Wir müssen damit leben lernen, dass es Stau gibt.
Autor: Jürg CaflischSP-Grossrat

Für die Überweisung der Standesinitiative stimmten im Grossen Rat CVP, BDP, FDP und SVP. Es gehe nicht um mehr Strassen, sondern um eine höhere Priorisierung eines bereits beschlossenen Projektes, hiess es von Seiten der FDP.

Bürgerliche: «Es pressiert»

Baudirektor Stephan Attiger (FDP) bezeichnete das Geschäft als dringend, weil die Vernehmlassung auf Bundesebene bereits am Laufen sei. Wenn das Nationalstrassennetz nicht funktioniere, sei auch das lokale Strassennetz davon betroffen. Gerade auf einer Achse, auf der 120'000 Autos pro Tag verkehren, müsse die Kapazität verbessert werden.

Wir wollen den Verkehr nicht in den Dörfern
Autor: Hansruedi HottigerGrossrat (CVP-Fraktion)

Im Streitgespräch auf Radio SRF sagte Hansruedi Hottiger von der CVP-Fraktion: «Wir haben in den Randregionen die genau gleich breiten Autobahnen wie hier, wo viele Leute wohnen. Das macht einfach keinen Sinn. Mit dem A1-Ausbau wird ein Engpass beseitigt».

Im Richtplan ist die A1 schon sechsspurig

Autobahn mit 3 Spuren in eine Richtung und vielen Autos (Stau)
Legende: So wie hier soll die A1 auch zwischen Aarau Ost und Birrfeld sechsspurig werden; und zwar rasch, verlangt der Aargau. Keystone

Die A1 durchfährt den Kanton Aargau zwischen Rothrist und Spreitenbach auf einer Länge von rund 48 Kilometern. Ein Teil davon, das Teilstück zwischen der A1/A3-Verzweigung Birrfeld und der Kantonsgrenze bei Spreitenbach AG/Dietikon ZH, ist schon heute auf sechs Spuren ausgebaut.

Der Grosse Rat verlangt nun, dass auch die Kapazität auf dem Abschnitt zwischen Aarau-Ost und dem Birrfeld erweitert wird. Und zwar schneller als Bund vorgesehen.

Entsprechende planerische Vorarbeiten hatte der Kanton Aarau in den letzten Jahren bereits geleistet. Im kantonalen Richtplan wurde der Sechsspur-Ausbau 1996 provisorisch und dann 2009 definitiv festgelegt.

9 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Was wir statt 6-spurige Autobahnen brauchen, sind mehr Menschen, die weniger Auto fahren, indem sie auf die ÖV umsteigen, oder Fahrgemeinschaften bilden. Nicht die Strassen sollten sich einem immer höheren Verkehrsaufkommen anpassen müssen, sondern eben der Verkehr entsprechend den Strassen die schon vorhanden sind reduziert werden. Und wer täglich irgendwo freiwillig im Stau stehen will, statt die Fahrt bequem im Zug geniessen, der soll halt weiterhin im Stau stehen.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Besser als eine 6 Spurige Autobahn ist ein Schweiz weites Gesetz, welches RECHTS überholen erlaubt.
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    1. Antwort von Peter Hänsi, St. Gallen
      Wie ernst nimmt es Radio SRF 1 u. Forum»-Team selber ? das bleibt ein Fragezeichen. Radio SRF 1 u. Forum»-Team verlangt von den Kommentar-Schreiberinnen u. Kommentar-Schreiber, das jeder sein Vor- u. Nachnamen bekannt gibt. Wenn Radio SRF 1 u. Forum»-Team die Qualität der Hörer-Diskussion auf diesem Kanal möglichst hoch zu halten möchten würde, man Kommentar sofort löschen wo unter Fantasienamen oder falschem Absender verfasst wurden. Radio SRF 1 u. Forum»-Team sind NICHT Glaubwürdig
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    2. Antwort von Peter Hänsi, St. Gallen
      Wie ernst nimmt es Radio SRF 1 u. Redaktion SRF News Online, Zürich selber ? das bleibt ein Fragezeichen. Ihr verlangt von den Kommentar-Schreiberinnen u. Kommentar-Schreiber, dass jeder sein echter Vor- u. Nachnamen u. Wohnort bekannt gibt. Radio SRF 1 und Redaktion SRF News Online, Zürich will die Qualität der Hörer-Diskussion auf diesem Kanal möglichst hoch halten, wenn das stimmt würde man den Kommentar sofort löschen. Radio SRF 1 und Redaktion SRF News Online, Zürich sind NICHT Glaubwürdig
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Tja, "un"dank des freien Personenverkehrs wird es halt immer enger auf den Strassen und das bedingt dann Landverschleiss und Naturverschandelung durch breitere Autobahnen. Doch davor verschliessen die Grünen Naturschützer die Augen und sind gegen die Ecopop-Initiative, wenn es um "ihre" geliebten Einwanderer geht.
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    1. Antwort von Hans Glauser, Herlisberg
      Meinen Sie den Transitverkehr oder sind Sie gar nie auf einer Autobahn?
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