«Der richtige Moment zum aufhören»

Der Aargauer Velorennfahrer Alexander Aeschbach zeigt sich kurz vor seinem Karriereende versöhnt mit dem Radsport. Vor einem knappen Jahr, als er seinen Rücktritt ankündigte, klang dies noch anders.

Alexander Aeschbach aus Dürrenäsch in seiner Lieblingsdisziplin: Auf der Radbahn.

Bildlegende: Alexander Aeschbach aus Dürrenäsch in seiner Lieblingsdisziplin: Auf der Radbahn. Keystone

Am Donnerstag fand in Grenchen das erste Abendrennen im neuen Velodrome statt. Für Alexander Aeschbach aus Dürrenäsch war es eines seiner letzten Rennen als Radprofi.

Grenchen sei für ihn ein wichtiger Ort, sagt Alexander Aeschbach im Gespräch mit der Abendsendung des SRF-Regionaljournals Aargau Solothurn. «Für mich hat in Grenchen vor fünf Jahren eine neue Karriere begonnen. Mit BMC entwickelte ich ein erstes Topvelo im Bahnbereich. Im selben Jahr konnte ich mich im Strassensport wieder nach Vorne arbeiten. Und heute fährt der Schweizer Nachwuchs mit diesen Velos neue Bestzeiten. Das ist ein schönes Gefühl.»

Zufrieden mit der Karriere

Alexander Aeschbach, genannt Aeschbi, war seit 1999 Radprofi, zeichnete sich nach seinen Anfängen als Strassenrennfahrer als Bahnspezialist aus und gewann dort in der Kategorie Zweier-Mannschaftsfahren unter anderem zweimal den Weltcup und einmal den Europameistertitel. Er musste jedoch auch Rückschläge einstecken. Unter anderem wurde er 2003 angefahren und musste auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen und an der WM in Stuttgart verzichten.

2012 gab er enttäuscht seinen Rücktritt aus dem Profirennsport per Ende 2013 bekannt. Ausschlaggebend war unter anderem das Sechstagerennen in Zürich, wo er mit einem unerfahrenen Partner an den Start geschickt wurde und dann auf den letzten Platz fuhr. Er zeigte sich enttäuscht über den Rad-Zirkus.

Heute, ein Jahr später, zeigt sich Aeschbach versöhnt mit dem Profisport. Es sei an der Zeit aufzuhören, und als Trainer werde er dem Radsport möglicherweise weiter erhalten bleiben.