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Abstimmung Aargau Lehrplan 21 Die Aargauer SVP ist uneins

82 Ja zu 40 Nein. Die Aargauer SVP beschloss am Donnerstagabend die Initiative «Nein zum Lehrplan 21» zu unterstützen. Vorausgegangen ist eine längere Diskussion.

Mann in Anzug an Rednerpult, davor Köpfe.
Legende: Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) kämpft vor seinen Parteikollegen für ein Nein zur Initiative. SRF/Barbara Mathys

Der SVP-Bildungsdirektor Alex Hürzeler setzte sich am Donnerstagabend für den Lehrplan 21 ein. Der Lehrplan sei ein guter Kompromiss und könne auf die aargauischen Verhältnisse angepasst werden, hielt Hürzeler fest.

Verschiedene Sprecher hielten dagegen. Sie argumentierten, dass der Lehrplan 21 nicht halte, was er verspreche. So bringe er beispielsweise keine Harmonisierung, sagte Grossrätin Tanja Suter.

Jeder ging einmal zur Schule, jeder versteht etwas von der Schule.
Autor: Thomas BurgherrPräsident SVP Aargau

Nach einer langen und engagierten Diskussion stimmten 82 SVP-Mitglieder für die Initiative, 40 dagegen. Ein ungewohntes Bild. Nicht selten beschliesst die SVP ihre Parolen nämlich mit grossem Mehr oder sogar einstimmig.

Parteipräsident Thomas Burgherr führt die Diskussionen auf das Thema zurück: «Jeder ging einmal zur Schule, jeder versteht etwas von der Schule.» Und so tritt die Parteimeinung auch mal in den Hintergrund.

Nicht nur bei Lehrplan 21 ist die SVP gespalten

Die Abstimmung über die Lehrplan-Initiative ist aber kein Einzelfall. Auch bei der Aufgabenverschiebung und dem Finanzausgleich finden sich in der SVP Befürworter und Gegner.

Für Thomas Burgherr ist die Uneinigkeit kein Grund zur Sorge: «Das ist in anderen Parteien auch so.» Es liege an den Themen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Treichler (fernleser)
    "Jeder ging einmal zur Schule, jeder versteht etwas von der Schule.» (Thomas Burgherr, SVP) Und das reicht, um etwas von der Schule zu verstehen!?!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass es in der aargauischen SVP bei gewissen Themen verschiedene Meinungen gibt, ist natürlich den Medien (schweizweit) ein fettgedruckter Bericht wert! In jeder demokratisch orientierter Partei können und dürfen die Mitglieder oder gewählten Politiker verschiedene Meinungen haben (ich denke an Frau Egersegi als sie damals als FDP'lerin immer links stimmte!). Nun, auch wenn die Medien jede Meldung aus der SVP ins negative Licht stellen, wird ihre verhasste wählerstärkste Partei nicht kleiner!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    So soll es sein, auch parteiintern soll die Demokratie funktionieren.. auch wenns nicht allen passt
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