Die Fridau in Egerkingen wird definitiv kein Hirnzentrum

Das Solothurner Verwaltungsgericht hat entschieden: Die Stiftung Pro Integral darf in der Egerkinger Fridau kein Hirnzentrum eröffnen. Das Gericht stützt damit den Entscheid des Kantons Solothurn. Dieser hatte der Stiftung eine Betriebsbewilligung verweigert.

Die ehemalige Klinik Fridau in Egerkingen.

Bildlegende: Die Stiftung Pro Integral möchte die Fridau als Hirnzentrum nutzen, der Kanton Solothurn als Asylunterkunft. zvg

Die Stiftung Pro Integral plant in Roggwil im Kanton Bern ein Hirnzentrum. Dieses wird aber durch Beschwerden blockiert, deshalb wollte die Stiftung nach Egerkingen in die ehemalige Klinik Fridau ausweichen. Doch der Kanton Solothurn verweigerte der Stiftung die Betriebsbewilligung.

Dieser Entscheid wird nun vom Solothurner Verwaltungsgericht gestützt, eine Beschwerde der Stiftung Integral gegen den Entscheid wurde abgewiesen. Das Gericht bestätigt auf Anfrage einen Bericht der «Berner Zeitung». Das Verwaltungsgericht begründet den Entscheid mit denselben Argumenten wie früher bereits der Kanton.

Finanzierung und Betrieb sind nicht transparent

Die Stiftung Pro Integral könne nicht aufzeigen, wie der Betrieb des Hirnzentrums finanziert werden soll, so das Gericht. Zuständigkeiten und Abgrenzungen zwischen Stiftung, Gönnervereinigung und Pflegezentrum AG seien nicht transparent offengelegt, eine ordentliche Betriebsführung sei damit nicht garantiert.

Die Stiftung Pro Integral möchte 70 Pflegebetten für hirnverletzte Personen einrichten. Laut «Berner Zeitung» bestehe bereits eine Warteliste. Die Solothurner Regierung hingegen möchte in der ehemaligen Klinik Fridau eine Asylunterkunft einrichten.