Leichtathletik Die ganze Region soll vom Grenchner Turnerstadion profitieren

Das Leichtathletik-Stadion des Turnvereins Grenchen soll bald in neuem Glanz erstrahlen. Endlich. Seit über 25 Jahren planen die Turner an der Sanierung ihres eigenen Stadions herum. Dank einer Million Franken aus der Stadtkasse kann es jetzt losgehen.

100-Meter-Läufer beim Start auf roten Trainingsbahnen

Bildlegende: Unter anderem wird in Grenchen die 400-Meter-Bahn saniert. Auf einen Ausbau auf acht Spuren wird aber verzichtet. Keystone

Lange Ausdauer

Robert Gilomen ist 74 Jahre alt. Als der Stadion-Chef des Turnvereins Grenchen mit der Planung für ein neues Stadion begann, war er noch nicht einmal 50. Über 25 Jahre sei er jetzt schon dran, erzählt Gilomen nach der Gemeinderatssitzung vom Dienstagabend.

Der Gemeinderat hat einstimmig 1 Million Franken für die Sanierung des Turner-Stadions bewilligt und damit den Weg geebnet für die Umsetzung des neusten Projekts.

Zuvor hatte bereits die Solothurner Regierung 900'000 Franken aus dem Sportfonds zugesichert. Gleich viel hatten Gönner und Sponsoren versprochen. Mindestens 500'000 Franken will der Turnverein mit Eigenleistungen ans 3,35-Millionen-Projekt beisteuern. Baustart soll im August sein.

Regionaler Trainingsstützpunkt

Der Turnverein mit seinen nur noch 20 Aktiven braucht das Leichtathletik-Stadion nicht für sich allein. Laut Robert Gilomen ist ein regionaler Trainingsstützpunkt geplant: «Wir wollen allen Vereinen in der Region gute Disziplinentrainer anbieten können.»

Und nicht nur Sport-Vereine und -Verbände sollen das aufgefrischte Turner-Stadion neben Velodrome und Schwimmbad nutzen. Es soll auch weiteren Organisationen dienen.

Zum Beispiel habe der Flughafen grosses Interesse signalisiert, sagt Gilomen. Der Flughafen werde das Stadion für Fitness-Trainings bei der Pilotenausbildung brauchen, ist er überzeugt.