Die Region sagt Nein zu nationalen Volksinitiativen

Die CVP-Familieninitiative und die Energiesteuer-Initiative der Grünliberalen haben in den Kantonen Aargau und Solothurn keine Chance. Beide Initiativen werden haushoch verworfen.

Plakat gegen Energiesteuer-Initiative

Bildlegende: Die Energiesteuer-Initiative der Grünliberalen wird im Aargau haushoch abgelehnt, vor allem in Kernkraft-Gemeinden. Keystone

Das Schlussergebnis ist klar: Beide nationalen Vorlagen werden in unserer Region klar abgelehnt. Der Nein-Anteil bei der CVP-Familieninitiative liegt im Aargau (noch ohne Auslandschweizer) bei etwa gut 76,8 Prozent. Keine einzige Gemeinde hat dieser Vorlage zugestimmt.

Im Kanton Solothurn ist der Nein-Anteil etwas tiefer, mit knapp 74,8 Prozent aber immer noch sehr deutlich. 51'541 Stimmberechtigte legten in Nein in die Urne, nur 17'377 ein Ja.

Wuchtiges Nein zur Energiesteuer

Noch deutlicher fällt das Resultat bei der Energiesteuer-Initiative der Grünliberalen aus: Hier liegt der Nein-Anteil in beiden Kantonen sogar bei über 92 Prozent. Im Aargau sind es 92,36 Prozent: 148'466 Stimmberechtigte legten ein Nein in die Urne, nur 12'289 stimmten Ja. Im Kanton Solothurn ist der Nein-Anteil mit 92,52 Prozent sogar noch etwas grösser (63'733 Nein-Stimmen, 5'149 Ja).

Die Grünliberalen wollten die Mehrwertsteuer abschaffen und dafür eine Steuer auf nicht-erneuerbare Energien einführen. Besonders deutlich fällt die Ablehnung dieser Idee zum Beispiel in Leibstadt aus. In der AKW-Standortgemeinde sagen 97,4 Prozent der Stimmberechtigten Nein zur Volksinitiative der GLP.

Die Ablehnung der beiden Vorlage kommt nicht überraschend. Die Deutlichkeit der Ablehnung hingegen war nicht zu erwarten.

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Abstimmungsstudio vom 08.03.2015

69 min, aus Abstimmungen (teilw. in Gebärdensprache) vom 8.3.2015