Eishockey Einzelrichter: «Es war ein Unfall»

Am 5. März wurde der Oltner Verteidiger Ronny Keller derart schwer verletzt, dass er querschnittgelähmt bleiben wird. Eishockey Einzelrichter Reto Steinmann stellt nun das Verfahren gegen Langenthals Stürmer Stefan Schnyder ein. Beim Unglück von Ronny Keller handelte es sich um einen Unfall.

Reto Steinmann, Eishockey Einzelrichter.

Bildlegende: Reto Steinmann, Eishockey Einzelrichter. Keystone

Der Oltner Verteidiger Keller war am 5. März im Playoff-Halbfinal nach einem Zweikampf mit Schnyder gegen die Bande geknallt. Die Folge des heftigen Aufpralls war eine schwere Verletzung des vierten Brustwirbels und die damit verbundene bleibende Querschnittlähmung. Die Schiedsrichter taxierten Schnyders Aktion als Bandencheck und sanktionierten dies wegen der offensichtlichen Verletzung Kellers mit einer Fünfminuten- und der folgenden Spieldauerdisziplinarstrafe.

Grundlage für Solothurner Staatsanwaltschaft

Steinmann hatte zur weiteren Abklärung des Falls bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik Zürich ein Gutachten eingefordert, um den Hergang aus biomechanischer Sicht rekonstruieren zu können. Diese Beurteilung und das x-fache Sichten der TV-Bilder ergab, dass Schnyder kein Foul zur Last gelegt werden kann.

Steinmanns Urteil ist insofern von Bedeutung, als dass es der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn als Grundlage dient. Diese hatte nach dem Vorfall vor gut drei Wochen von Amtes wegen ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung eröffnet.