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Extremismus Wird Solothurn zu einem Hotspot für politische Gewalt?

Eine nicht bewilligte Demonstration von 150 Linksextremen in Solothurn. Ein mutmasslicher Angriff von Linksextremen auf den Parteitag der rechtsextremen Partei Pnos in Bellach: Vermehrt musste die Kantonspolizei Solothurn in letzter Zeit wegen Extremismus ausrücken.

Einen Anstieg extremistischer Ereignisse sei dennoch nicht zu erkennen, sagt die Kantonspolizei auf Anfrage. Es gäbe nur einzelne Fälle pro Jahr.

Mehr links- als rechtsextreme Gewalt

Vermumte zünden Pyros und demonstrieren
Legende: Links- und rechtsextreme Gewalt gab es zuletzt auch im Kanton Solothurn. Keystone

In der gesamten Schweiz war die Zahl gewalttätiger Angriffe von Extremisten in den letzten Jahren zurückgegangen. Bis auf das letzte Jahr, da stieg die Anzahl an Gewaltakten von Linksextremen wieder. Die rechtsextreme Szene wurde in den letzten Jahren nur vereinzelt gewalttätig.

Dass es mehr linksextreme als rechtsextreme Attacken gibt, ist für den Leiter der privaten Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention Samuel Althof wenig überraschend: «Linksextremisten setzten Gewalt geplant ein, während Rechtsextremisten reaktiv aus der Situation heraus gewalttätig werden.»

Die Gewalt ist unterschiedlich

Die Ziele von rechtsextremer Gewalt seien meist Menschen, während der Linksextremismus vor allem, aber nicht nur, Objekte angreife, sagt Samuel Althof. Die Linksextremen seien zudem sehr gut vernetzt und handelten überregional. Die Rechtsextremen seien eher spontan gewalttätig.

Auch Althof teilt den Eindruck der Solothurner Polizei: Panikmache sei nicht angesagt. «Auseinandersetzungen zwischen den politischen Extremen sind meist angekündigt. Man kann ihnen aus dem Weg gehen.»

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